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Lifestyle | 30.11.2016

Hautkontakt ist extrem wichtig für Neugeborene

Erleben Babys in ihrer ersten Lebensstunde engen Kontakt mit ihrer Mutter, erleichtert dies später das Stillen.

Hautkontakt ist extrem wichtig für Neugeborene (© Cover Media)
Hautkontakt ist extrem wichtig für Neugeborene (© Cover Media)

Stillen gilt immer noch als gesündeste und natürliche Art, sein Baby zu füttern. Doch vielen Müttern bleibt dieses Erlebnis verwehrt - oftmals scheinen Neugeborene die Brust sogar zu verwehren. Die Gründe dafür sind vielfältig, von einer falschen Stillposition, bis hin zu anatomischen Problemen (wie etwa einer zu flachen Brustwarze). Doch nun soll eine bestimmte Vorkehrung stillwilligen Müttern zumindest eine bessere Chance liefern, dass es mit der natürliche doch Fütterung klappt.

Wie Forscher herausfanden, nehmen Babys, die innerhalb der ersten Stunde ihrer Geburt Hautkontakt mit ihrer Mutter haben, später zu 50 Prozent eher die Brust der Mutter an. Liegt das Neugeborene in dieser so genannten goldenen Stunde auf dem nackten Bauch seiner Mama, zieht es sie instinktiv zur Brust. Zudem wird so auch das Band zwischen Mutter und Baby enger geknüpft.

Für ihre Untersuchung wurden insgesamt 3.850 Mütter und ihre Babys in weltweit 21 Ländern beobachtet. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Säuglinge, die den oben besagten Hautkontakt hatten, im Schnitt 64 Tage länger mit der Brust gefüttert wurden, als diejenigen, die ihre ersten Lebensminuten in einem Brutkasten verbrachten.

Zudem waren Babys mit Hautkontakt kurz nach der Geburt weniger gestresst und hatten eine stabilere Herz- und Atemfrequenz.

"Nach den ersten zwei Stunden sinkt das Level der Stresshormone und Babys werden sehr, sehr müde", erklärte Studienleiterin Elizabeth Moore von der amerikanischen Vanderbilt University. "In der ersten Stunde sind sie dagegen hellwach, bewegen sich viel und sind in interessiert am Schnappen und Nuckeln. Deswegen ist dies die goldene Stunde."

Da viele Neumamas das Stillen aufgeben, wenn das Baby die Brust nicht akzeptiert, könnten werdende Mütter von diesen Forschungsergebnissen profitieren - und schon direkt nach der Geburt darauf beharren, ihr Baby mindestens eine Stunde lang auf ihrem Bauch verharren zu lassen.

Allerdings räumen die Wissenschaftler ein, dass noch mehr Forschung in Bezug auf die Frauen, die ihr Kind per Kaiserschnitt auf die Welt bringen, betrieben werden müsse.

© covermg.com

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