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Lifestyle | 20.10.2021

Du hast es in der Hand:

Das Glück lässt sich beeinflussen!

Jeder ist für sein eigenes Glück selbst verantwortlich bzw. sein eigener Schmied. So lautet zumindest ein Leitspruch, der im Volksmund sehr bekannt ist. Doch ist an diesem Sprichwort wirklich etwas dran? Lässt sich unser eigenes Glück beeinflussen? Und was müssen wir konkret tun, um unserem eigenen Glück etwas auf die Sprünge zu helfen?

Was bedeutet Glück überhaupt und welche Faktoren beeinflussen es?

Schon seit jeher streben Menschen nach dem großen Glück. Bereits in der Antike beschäftigten sich die Dichter und Denker damit, was Glück eigentlich bedeutet – und wie man es vermehren kann. So vertrat der chinesische Philosoph Lao die Auffassung, dass nur Menschen, die das Glück nicht aktiv suchen, glücklich leben. Griechische Philosophen hingegen sahen eine ehrbare und tugendhafte Lebensweise als Erfolgsformel des Glücks an.

Tatsächlich handelt es sich beim Glück um ein vollkommen subjektives Empfinden. Ob ein Mensch glücklich ist oder nicht, hängt somit mit vielen unterschiedlichen Faktoren zusammen. In der Glücksforschung gibt es unterschiedliche Theorien darüber, was Glück verursacht und wie wir es erleben:

  • Forscher unterscheiden grundsätzlich das Zufallsglück und das Lebensglück voneinander. Während sich das Zufallsglück nicht beeinflussen lässt, können wir Menschen das Lebensglück erlernen. Denn Studien konnten zeigen, dass das menschliche Glücksempfinden nur wenig von äußeren Bedingungen abhängt. Vielmehr entfallen lediglich zehn Prozent des Glücksempfindens auf die äußeren Umstände. 50 Prozent des eigenen Erlebens bestimmt die genetische Veranlagung. Somit liegen ganze 40 Prozent in der eigenen Einstellung und Handlung begründet.
  • Äußere Faktoren, die uns glücklich machen, sind beispielsweise zwischenmenschliche Beziehungen, unsere Arbeit, Freizeitaktivitäten oder auch die Religion. Hingegen sind gesundheitliche Aspekte, Geld und Attraktivität weniger wichtig.
  • Forschern zufolge sind Menschen in jüngeren Jahren am glücklichsten. Mit zunehmendem Alter flacht die Glückskurve ab, bis sie ab dem 60. Lebensjahr langsam wieder ansteigt.

Glückliche Menschen sind die, die aktiv handeln und etwas riskieren

Aus den genannten Faktoren wird ersichtlich, dass sich das Lebensglück durchaus beeinflussen lässt. Es ist veränderbar durch uns selbst und unser aktives, zielgerichtetes Handeln. So liegt es nahe, dass Menschen, die aktiv etwas bewegen und auch einmal Risiken eingehen, glücklich werden können. Denn sie erwarten nicht, dass das große Glück auf sie zukommt, sondern ergreifen selbst die Initiative. Auch wenn dies bedeutet, dass sie einmal ein zu hohes Risiko eingehen und verlieren. Ein glücklicher Mensch nutzt also die Chancen, die sich ihm bieten. Sei es ein gewagter Jobwechsel oder die Chance auf einen Lottogewinn. Wer glücklich ist, stellt sich aktiv den kleinen oder großen Herausforderungen des Lebens. Dieser erste Schritt ins Glück kann gleichzeitig sehr hilfreich sein, um zukünftig besser mit Niederlagen und Rückschlägen fertig zu werden. Optimistische Menschen gewinnen also manchmal in doppelter Hinsicht – und wenn nicht, sind sie um eine wertvolle Lebenserfahrung reicher.

Glück hat derjenige, der es sich „erlaubt“, im Hier und Jetzt glücklich zu sein

Warum es einige Menschen schaffen, trotz widriger äußerer Umstände glücklich zu sein? Ganz einfach: Sie gestatten es sich! Klingt seltsam, aber in der modernen Gesellschaft werden glückliche Menschen allzu oft kritisch hinterfragt oder für egoistisch gehalten. Mitunter ruft zur Schau gestelltes Glück sogar regelrecht Neid und Missgunst hervor. Dabei gilt es, sich bewusst von diesen gesellschaftlichen Zwängen loszureißen. Denn das persönliche Glück lässt sich meistens von „innen“ heraus beeinflussen: Ohne Druck und ohne äußere Faktoren von anderen. Schlussendlich ist die eigene Lebenszufriedenheit also eine ganz bewusste, innere Entscheidung, die wir jeden Tag aufs Neue treffen. Wer also das eigene Glück wahrnimmt, es sich gönnt und aktiv auslebt, wird es vermutlich vermehren. Dabei müssen es nicht unbedingt immer „große“ Dinge sein, die das subjektive Wohlbefinden steigern. Schon greifbare Dinge wie etwa die Gartenarbeit oder eine wohltuende Auszeit sorgen für nachhaltige Glücksgefühle. Wichtig ist also, das eigene Glück im Alltag zu erleben, anstelle immer wieder nach (momentan) unerreichbaren Dingen zu streben.

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Um dem eigenen Glück etwas auf die Sprünge zu helfen, kann es sich lohnen, eine Art Dankbarkeitstagebuch zu führen. Das hilft dabei, sich nicht auf die negativen, sondern positiven Dinge im Leben zu fokussieren.

Glück beeinflussen, indem man dankbar ist und anderen verzeiht

Glück ist sehr eng mit Dankbarkeit verwandt. Denn dankbare Menschen empfinden mehr Glück, da sie sich selbst und ihre Welt realistischer beurteilen. Das hilft ihnen wiederum dabei, sich selbst erreichbare Ziele und Möglichkeiten zu setzen. Diese sind wiederum wichtig, um das Selbstwertgefühl zu erhöhen und zuversichtlich zu sein. Dabei beeinflussen Menschen ihr Glück, indem sie auf eine ausgewogene Balance setzen: Sie bewahren das, was sie bereits haben und investieren in etwas, das sie wollen. Auf diese Weise lassen sich kurz- und langfristige Interessen unter einen Hut bringen, was wiederum glücklicher macht.

Gleichzeitig lässt sich das Glück durch Achtsamkeit beeinflussen. Wer anderen Menschen freundlich und hilfsbereit begegnet, wird irgendwann selbst anerkennendes und wertschätzendes Verhalten zurückbekommen. Dies lässt sich wiederum durch die eigene, persönliche Haltung beeinflussen: Von Grübeleien und sozialen Vergleichen sollte man sich um des Glückes Willen lösen. Stattdessen liegt die Lösung darin, Vergebung zu lernen, anderen Fehler zu verzeihen und unangenehme Dinge (manchmal) einfach loszulassen.

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Ein echtes Lächeln, das bis zu den Augenmuskeln reicht, steigert das Glücksempfinden und kann ansteckend wirken. Um das eigene Glück zu beeinflussen, hilft es also, sich von lachenden Menschen mit Glücksgefühlen „anzustecken“.

Glück lässt sich durch einen persönlichen Lebenssinn beeinflussen

Es gibt noch einen wichtigen Aspekt, um das eigene Glück zu verstärken: Den persönlichen Lebenssinn. Damit können, müssen aber nicht unbedingt übergeordnete Sinnfragen wie die Religion oder spirituelle Erlebnisse gemeint sein. Auch Menschen, die voll und ganz „im Flow“ aufgehen, vergrößern ihr Glück. Den persönlichen „Flow“ kann jeder finden, der aktiv nach einer erfüllenden und fordernden Beschäftigung sucht. Dazu gehören Aktivitäten, die körperlich und geistig herausfordern. Manche Menschen erleben ihren persönlichen Flow bei der Arbeit, andere beim Zocken oder beim Sport. Bei passiven Aktivitäten wie Chillen oder Fernsehen erlebt sich ein Mensch hingegen nicht im Flow. Um welche Aufgabe es sich konkret handelt, ist insgesamt erst einmal zweitrangig. Wichtig ist, sich für eine Sache leidenschaftlich zu begeistern und voll darin „aufzugehen“. Dadurch entstehen positive Gefühle, die wir schlussendlich wie Glück empfinden – und aktiv steigern können.