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Lifestyle | 11.04.2022

Unterwegs mit dem Nachwuchs

Darauf kommt es beim Ausflug mit dem Fahrrad an!

Mit dem Fahrrad durch die Stadt oder im Urlaub um den See herum zu fahren, ist in den letzten Jahren ein richtiger Trend geworden. Das Auto ist immer öfter schlichtweg zu teuer in Anschaffung und Unterhalt, weswegen immer mehr aufs Rad umsteigen. Auch für den Transport der kleinsten Familienmitglieder gibt es tolle und praktische Möglichkeiten, die vielseitig eingesetzt werden können. Egal ob es täglich mit dem Fahrrad zur Kita geht oder die Ausfahrt auf bzw. mit dem Zweirad nur im Zuge eines Familienausflugs möglich ist – im Trend liegt das Radeln als umweltfreundliche und gesunde Fortbewegungsform allemal. Mit dem passenden Fahrradanhänger, Lastenfahrrad  oder dem Kindersitz für das Rad wird das eigene Zweirad schnell familientauglich. Doch welche Vor- und Nachteile haben die Varianten? Was gibt es beim Kauf und beim Gebrauch im Alltag zu beachten? Antworten auf diese Fragen liefert der folgende Beitrag.

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Abbildung 1: Die Kleinsten bequem beim Ausflug mit dem Fahrrad zu transportieren, ist das oberste Gebot der Eltern, doch was für Möglichkeiten gibt es? Pixabay ©TJENA

Die Vor- und Nachteile von Hänger, Sitz und Co.

Es gibt zwei entscheidende Faktoren, die es im Vorfeld zu berücksichtigen gilt, bevor die Suche nach einem familientauglichen Fahrrad-Zubehör losgehen kann: das Alter des Kindes und das eigene Budget.

Für Babys besteht ab Geburt die Möglichkeit diese in einem Lastenrad mit Halterung für die Babyschale oder in einem Fahrradanhänger mit speziellen Schalen oder Hängematten zu transportieren. Bei Fahrradanhängern ist die Flexibilität ein großer Pluspunkt. Schnell lassen sich die Fahrradanhänger umbauen – zum Jogging-Buggy oder zum Kinderwagen für zwei Kids. Fahrradanhänger gibt es in unterschiedlichsten Preisklassen und Ausführungen. Egal ob ein E-Bike vorgespannt wird oder ein Fahrrad ohne Batterie und Akku – ein Fahrradanhänger passt mit der richtigen Halterung nahezu an jedes Fahrrad. Fahrradanhänger sind über eine spezielle Kupplung mit dem Fahrrad zu verbinden. Der Fahrradanhänger kann klein zusammengefaltet werden und im Kofferraum des Autos verstaut werden. Im Alltag nimmt er dafür einiges an Platz in Anspruch, was neben den hohen Anschaffungskosten als Nachteil zu werten ist.

Das Lastenrad hat längst sein Ursprungsland verlassen. Bekannt ist das Zweirad mit üppiger Zuladung eigentlich aus Holland. Die beliebteste Variante hat mittlerweile einen E-Motor. In der Stadt kann das Rad ein toller und vor allem auch nachhaltiger Kompromiss zum Auto sein. Der Transport von Babys, Kindern oder auch anderen zu transportierenden Gegenständen oder Waren sind für das Lastenrad kein Problem. Für den Alltag in der Stadt sehr empfehlenswert – für den Urlaub oder Ausflug nur schwer zu transportieren.

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Abbildung 2: Lastenfahrräder sind eine nachhaltige Alternative für den Stadtverkehr. Für den Familien-Fahrradausflug sind sie eher etwas unhandlich und darüber hinaus schwer zu transportieren. Pixabay © cely_

Die mit Abstand reduzierteste Variante, den Nachwuchs auf dem Fahrrad von A nach B zu befördern, ist der Fahrradsitz, der vorne an der Lenkerstange oder hinten auf dem Gepäckträger angebracht werden kann. Der Sitz nimmt im Alltag wenig Platz in Anspruch und kann auf das eigene Fahrrad montiert werden. Er ist eine einfache und günstigere Möglichkeit den Nachwuchs auf dem Fahrradausflug oder auf den Weg zur Kita mit dem Rad zu transportieren. Das Manko: Babys können hier nicht mitgenommen werden. Die kleinen Mitfahrer sollten stabil sitzen können, um sicher aufrecht im Sitz zu verweilen. Ein Helm ist ebenfalls Pflicht wegen der fehlenden Knautschzone. Das lange Sitzen kann im Gegensatz zum Hänger oder Lastenfahrrad auf Dauer unbequem werden.

Unterwegs mit dem Nachwuchs auf dem Zweirad – so klappt es sicher

Jeder Fahrradanhänger oder auch das Lastenrad muss per Gesetz festgelegte bestimmte Kriterien erfüllen, um auf der Straße bewegt werden zu dürfen. Rote Rücklichter beispielsweise sind genauso notwendig wie Rückstrahler in rot und weiß. Gurte zur sicheren Befestigung des Kindes und Feststellbremsen, die das Gefährt vor unkontrolliertem Wegrollen bewahren, gehören zur Grundausstattung eines guten Transportmittels. Eine Fahne mit Leuchtfarben-Wimpel ist zur Verkehrssicherheit da, um von anderen Verkehrsteilnehmern deutlich gesehen zu werden. Kinderfahrradsitze dürfen den Fahrer niemals in seiner Sicht oder Aufmerksamkeit einschränken. Beim Fahrradsitz sind ein Gurtsystem, Fixierriemen für die kleinen Füße und eine Kopfstütze zwingend notwendig, um am Straßenverkehr teilnehmen zu können.

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Abbildung 3: Der Fahrradsitz ist eine praktische, günstige und platzsparende Möglichkeit den Nachwuchs bei Fahrradausflügen dabei oder schnell und umweltfreundlich von A nach B zu karren. Pixabay © dimitrisvetsikas1969

Mit Fahrrad und Kind unterwegs zu sein, ist vielfältiger geworden

Früher war der klassische Kindersitz auf dem Gepäckträger oder am Lenkrad die einzige Option, den Nachwuchs vergleichsweise sicher auf dem Zweirad zu verstauen. Heute gibt es weitaus mehr Möglichkeiten, die in Abhängigkeit von der Strecke, der Häufigkeit der Nutzung und auch der Anzahl der Kinder gegeneinander abgewogen werden müssen.

  • Für Kurzstrecken, also beispielsweise morgens zum Kindergarten oder nachmittags von der Krippe nach Hause, tun es die alten Klassiker bei Weitem. Geeignet sind sie für all jene, die gute Radler sind – vor allem was das Gleichgewicht betrifft, denn nicht jedes Kleinkind sitzt ruhig im Fahrradsitz.
  • Für Ausflüge oder den Urlaub kann der Fahrradanhänger die bessere Wahl sein. Die besten Fahrradanhänger lassen sich schnell abkoppeln und können dann als Kinderwagen dienen. In aller Regel haben zwei Kinder im Fahrradanhänger Platz. Zudem gibt es oft Seitentaschen, die zusätzlichen Stauraum für Wickelsachen und Co. bieten. Ein Manko ist die Höhe des Fahrradanhängers, die mit einem gut sichtbaren Fähnchen ausgeglichen werden sollte. Fahrradanhänger bieten langfristig – nämlich Babys, Kleinkindern und vielleicht sogar noch Grundschülern – eine sichere Transportmöglichkeit. Der Komfort und auch die Tatsache, dass egal bei welchem Wetter geradelt wird, die Insassen trocken und windgeschützt bleiben, sind ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt.
  • Das Lastenrad ist hingegen die Option für die Zukunft, schließlich kann das Lastenrad als Auto-Alternative zum Einkaufen genutzt werden – und zwar auch dann noch, wenn der Nachwuchs längst selbst in die Pedale tritt. Das nachhaltige Transportmittel ist allerdings nicht für Fahrradurlaube geeignet, da es für einen Transport einfach zu sperrig und unhandlich ist.

Ein Helm ist grundsätzlich notwendig und die fehlende Knautschzone sollten nicht unterschätzt werden. Wer das richtige Transportmittel findet, dem steht ein entspannter Fahrradurlaub mit Kind in Österreich oder an andere  Ziele bevor.