Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 30.05.2022

Verschlechtertes Sehvermögen

Brille, Linsen oder Laser – was ist besser?

Die Zahl der Fehlsichtigen hat sich in Österreich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Vor allem die 25- bis 29-jährigen leiden zunehmend unter eingeschränktem Sehvermögen. Ursachen dafür gibt es viele, für die meisten Experten ist hier vor allem der enorme Konsum von Smartphone, Tablet oder TV. verantwortlich. Um wieder vollen Durchblick genießen zu können, nutzen viele eine Brille oder setzen auf Kontaktlinsen. Viele Fehlsichtige wünschen sich mehr Komfort, ohne Brille putzen und Linsenkauf und Co. Die Lösung bieten neue präzise Operationsmethoden.

60 % aller Kinder leiden unter Kurzsichtigkeit

Internationale Forscher und Ärzte schlagen Alarm: Die Zahl der Kinder mit Kurzsichtigkeit steigt rasant. Auch in Niederösterreich bestätigt sich dieser Trend, wie viele Augenärzte erklären. Im Nachbarland Deutschland untersuchte das Universitätsklinikum Mainz in der Guttenberg-Gesundheitsstudie 15.000 Personen mit erstaunlichem Ergebnis.

Bild Bild11.png
In Österreich leiden immer mehr Kinder an Kurzsichtigkeit. Wer ab dem 18. Lebensjahr seine Brille loswerden möchte, kann auf alternative Behandlungsmethoden wie Laser-Eingriffe zurückgreifen. pixabay.com @ sweetlouise

Mehr als 60 % aller Untersuchten mit Matura litten unter Kurzsichtigkeit und müssen sich schon in jungen Jahren Gedanken machen, welche Brille sie wie kombinieren. Mögliche Ursachen dafür fand eine australische Forschergruppe bereits 2012 heraus. In ihrer Untersuchung zeigte sich, dass bildschirmnahes Arbeiten zur Verschlechterung des Sehvermögens beiträgt. Kleine Abweichungen lassen sich mithilfe einer Brille oder passenden Kontaktlinsen ausgleichen. Doch beim Sport oder im aktiven Alltag von Kindern und Jugendlichen können beide Möglichkeiten stören. 

Die mögliche Lösung: Laserbehandlungen. Damit lässt sich nicht nur Grüner Star erfolgreich bekämpfen bzw. verbessern. Die innovativen Behandlungsmethoden sind auch für jüngere Menschen ab 18 Jahren geeignet. Der Vorteil: Es gibt kaum Ausfallzeiten.

Abhängig vom Grad der Fehlsichtigkeit werden verschiedene Lasermethoden angewendet, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen: LASEK, No Touch/TE PRK für die Oberflächenbehandlungen sowie Z-LASIK, Femto-LASIK, Relex Smile 3D für die Tiefenbehandlungen. Der Eingriff selbst dauert ca. 60–90 Minuten. Im Anschluss sollten die Augen etwas Ruhe haben, um sich zu regenerieren. Auch das Tragen einer Sonnenbrille beim Aufenthalt draußen bei unmittelbarer Sonneneinstrahlung unterstützt den Heilungsprozess.

Tipp: Kurzsichtigkeit bei Kindern vermeiden – weniger Display und mehr Natur

Die Fehlsichtigkeit lässt sich häufig bei jungen Erwachsenen über 18 Jahren durch eine innovative Lasermethodik beheben. Damit es erst gar nicht so weit kommt bzw. die Fehlsichtigkeit deutlich geringer ausfällt, sollten Kinder viel häufiger das Smartphone bzw. Tablet weglegen.

Auch das Bundesministerium für Gesundheit bestätigte den internationalen Trend, denn die Zahl der kurzsichtigen Kinder ist deutlich gestiegen. Deshalb empfehlen Augenärzte Eltern: Die Kinder häufiger vom Bildschirm fernhalten und stattdessen unternehmungslustige Anreize in der Natur zu schaffen. Die frische Luft tut nicht nur dem Körper gut, sondern entspannt auch Geist und Augen.

80 % aller Sehbehinderungen sind bei Früherkennung vermeidbar

Die Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft ist davon überzeugt, dass das Gros aller Sehbehinderungen vermeidbar sind. Werden sie rechtzeitig erkannt, könnte sich der sich abzeichnende Trend noch einmal umkehren lassen.

Ursächlich für die Fehlsichtigkeit im fortgeschrittenen Alter sind vor allem unerkannte Krankheiten, beispielsweise Diabetes. Die dauerhafte Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt unerkannt dazu, dass sich im Körper fortwährende Entzündungsherde bilden, häufig auch die Augen davon betroffen sind. Untersuchungen zeigen, dass neun von insgesamt zehn Typ-1-Diabetes-Patienten an einer Netzhautveränderung leiden. Beim Typ-2-Diabetes sind es sogar mehr als 50 % aller Betroffenen.

Tipps für eine verbesserte Augengesundheit

Schon einfache Tipps reichen, um die Gesundheit der Augen zu verbessern. Vor allem die steigende digitale Arbeit sorgt dafür, dass die Augen schneller austrocknen und häufig angespannt sind. Regelmäßiges Blinzeln hilft, die Augen mit natürlicher Flüssigkeit zu versorgen.

Zuträglich sind auch regelmäßige Pausen vom Bildschirm. Was für Kinder gilt sollten auch Eltern berücksichtigen, denn auch sie sitzen häufig mehrere Stunden täglich vor dem PC. Die ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für die Augengesundheit ebenso essenziell. Unser Körper besteht zum Großteil aus Wasser. Bei zusätzlich unausgewogener Ernährung können Krankheiten wie Diabetes entstehen, welche die Augengesundheit zusätzlich gefährden.

Alkohol und Tabak sind Gift, nicht nur für die Augen

Der übermäßige Konsum von Tabak und Alkohol ist ebenso gefährlich für die Augen. Wer häufiger Alkohol genießt, steigert das Risiko für Linsentrübungen. Auch das Risiko für Grauen Star oder Makuladegeneration ist dadurch erhöht. Alkohol entzieht dem Körper unzählige Nährstoffe. Werden sie nicht konsequent ausgeglichen, kann der anhaltende Mangel zur Schwächung der Sehkraft führen.

Der Konsum von Tabak kann nicht nur die Lunge schädigen, sondern auch die Augen. Tabak stört die Durchblutung, was sich durch eine schneller alternde Linse bemerkbar machen kann. Einige Untersuchungen haben gezeigt, dass Raucher mit einem hohen Tabakkonsum häufig einen höheren Augeninnendruck verspüren.

Vitamine für die Augen unverzichtbar

Damit die Augengesundheit möglichst lange erhalten bleibt, sind einige Vitamine essenziell. Vitamin C und A reduzieren beispielsweise das Risiko, an Grauem Star zu erkranken (regenerative Wirkung auf den Stoffwechsel). Omega-3-Fettsäuren sind nicht nur für das Gehirn essenziell, sondern wirkt sich auch entzündungshemmend auf die Augen aus, schützen sie vor Austrocknung.