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Lifestyle | 28.04.2022

Zum Strudeln!

Welche köstliche Fülle verbirgt sich denn da in der köstlichen Hülle? Wir haben knusprige Rezepte für euch.

Es gibt kaum ein Lebensmittel, welches man nicht in einen Strudelteig packen könnte – von pikant bis süß eignet sich nahezu alles für eine vielfältige Strudelei, die man noch dazu stressfrei vorbereiten kann. Auch aus Resten lassen sich viele Variationen für eine nachhaltige Küche bereiten. Also: ob heiß, lauwarm oder kalt – Strudel machen immer eine gute Figur!

(c) Frauke Antholz

 

Räucherfischstrudel


Gezogener Strudelteig oder fertiger Strudelteig

• 200 g Räucherfisch ohne Haut
• 80 g fein geschnittener Lauch
• 50 g Butter
• 100 g Doppelrahmkäse
• 1 Ei
• Salz und Pfeffer
• 1 EL gehackte Dille
• Verquirltes Ei zum Bestreichen
• Olivenöl zum Ausbraten

1. Den Strudelteig wie beschrieben vorbereiten.

2. Räucherfisch kleinwürfelig schneiden.

3. Den fein geschnittenen Lauch in heißer Butter farblos anschwitzen. Vom Herd nehmen und auskühlen lassen.

4. Doppelrahmkäse, Ei, Salz sowie Pfeffer zugeben und zuletzt die Fischstückchen unter den Lauch mengen. Mit Dille aromatisieren.

5. Strudelteig in etwa 12 x 5 cm große Stücke schneiden. Mit Ei bestreichen, die Fülle auftragen und den Strudel eng in Form einer Zigarre einrollen.

6. Den Backofen auf 80°C vorheizen.

7. In einer Pfanne wenig Olivenöl erhitzen und die kleinen Strudel darin rundum kurz anbraten. Im mäßig heißen Backofen etwa noch 5 Minuten nachziehen lassen.

 

Dieses Rezept stammt von Gabi und Herbert Strahammer aus dem Restaurant „s‘ Schulhus“ in Krumbach und wird dort gerne als Einlage in einer feinen Krensuppe serviert.

(c) Frauke Antholz

 

Schinken-Käse-Strudel mit Gemüse

250 g Blätterteig oder Topfenblätterteig bzw. Fertigprodukt

• 200 g gekochtes Gemüse nach Geschmack
• 150 g Topfen
• 1 Ei
• Salz, Pfeffer, Muskatnuss
• eventuell 2 EL Petersilie oder Schnittlauch
• 150 g Schinkenstreifen
• 150 g Käsescheiben
• verquirltes Ei
• Butter zum Bestreichen

1. Blätterteig wie beschrieben vorbereiten.

2. Den Backofen auf 165 bis185 °C Heißluft vorheizen. Backform oder -blech mit Butter einfetten bzw. mit Backpapier auslegen.

3. Das gekochte Gemüse mit Topfen und Ei vermengen. Mit Salz, Pfeffer sowie Muskatnuss würzig abschmecken und gehackte Kräuter nach Belieben untermengen.

4. Den Teig ausrollen, Schinkenstreifen auflegen und den Käse darauf verteilen. Auf der Hälfte des Teiges die Gemüsemasse auftragen und zu einem Strudel zusammenrollen. Enden verschließen, mit dem Teigende nach unten auf das Backblech setzen und mit Ei bestreichen. Je nach Herdart ca. 40 Minuten backen.

Als Beilage:
Kalte Paprikasauce, kaltes Ratatouillegemüse oder herzhafter Blattsalat

 

Nach einem Rezept von Ingrid Pernkopfs Tochter, Claudia Klosterer, aus Wiener Neustadt

(c) Frauke Antholz

 

Blunzenstrudel mit Früchtekraut

Gezogener Strudelteig von 150 g Mehl oder Fertigprodukt

• 500 g Blunzen ohne Haut (Blutwurst)
• Schmalz zum Braten
• 2 fein gehackte Schalotten
• 50 g Speck
• Salz, Pfeffer Majoran
• 1 EL Kren
• Butter und Eigelb zum Bestreichen


Für das Früchtekraut
• 1 kleiner Kopf Weißkraut
• Salz, Pfeffer
• 100 ml Rote-Bete-Saft
• Weinessig
• Zucker
• 50 g Dörrmarillen
• 50 g Dörrzwetschken
• 50 g Rosinen
• 1/4 l Primus Carnuntum (oder Grüner Veltliner)

 

1. Strudelteig vorbereiten.

2. Blunzen in gleichmäßige Stücke schneiden.

3. Etwas Schmalz in einer Pfanne erhitzen und Schalotten darin hell anschwitzen. Speck würfelig schneiden und zugeben. Wurststücke einmengen und alles zusammen kurz durchrösten.

4. Mit den Gewürzen abschmecken, Kren untermengen und die Masse zur Seite stellen.

5. Den Backofen auf 180 bis 185 °C Heißluft vorheizen, Backform oder Backblech mit Butter einfetten oder mit Backpapier auslegen.

6. Den Strudelteig auf einem bemehlten Tuch ausrollen und dünn ausziehen. Wurstmasse im unteren Drittel auftragen, restlichen Teig mit flüssiger Butter bestreichen, dicke Ränder wegschneiden, seitlich einschlagen und zu einem Strudel zusammenrollen. Mit der Teignaht nach unten auf das Backblech setzen, mit Eigelb oder flüssiger Butter bestreichen und im vorgeheizten Ofen ca. 15 bis 20 Minuten goldgelb backen.
7. Herausheben und auskühlen lassen.

8. Für das Früchtekraut vom Kraut die äußeren Blätter entfernen. Kraut mithilfe der Brotmaschine in ganz feine Streifen schneiden. Leicht einsalzen, mit Rote-Bete-Saft übergießen, salzen, pfeffern und mit einem Schuss Weinessig sowie einer Prise Zucker abschmecken. 10 Minuten ziehen lassen.

9. Inzwischen das Dörrobst fein hacken und mit Weißwein aufkochen, beiseitestellen.

10. Das Kraut nach der Ruhezeit abgießen und mit der Weißwein-Früchte-Mischung gut vermengen. Eventuell nochmals abschmecken, sodass ein angenehmes Verhältnis zwischen süß und sauer gegeben ist.

11. Abgekühlten Blunzenstrudel in 2 cm dicke Scheiben schneiden, in heißem Schmalz auf beiden Seiten scharf knusprig braten. Früchtekraut anrichten und die knusprigen Blunzenscheiben daraufsetzen.

Für die Garnitur Sauerrahm mit etwas  Honig verrühren.

 

Dieses Rezept stammt von Adi Bittermann, Patron im gleichnamigen Restaurant in Göttlesbrunn.

(c) Frauke Antholz

 

Erdbeerstrudel

Gezogener Strudelteig von 150 g Mehl oder Fertigprodukt

• 1 Biskuitstreifen von 40 cm Länge und ca. 10 cm Breite
 
Für den Belag
• 100 ml Milch
• 40 g Feinkristallzucker
• 15 g Vanillepuddingpulver
• Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
• etwas Vanillezucker
• 10 ml Rum oder beliebiger Likör wie Maraschino, Cointreau, Amaretto etc.
• 100 g Topfen oder Sauerrahm
• 60 g Johannisbeer- oder Erdbeermarmelade
• ca. 350 g frische, ganze Erdbeeren
• eventuell 30 g Marzipan oder Butterbrösel
• Puderzucker zum Bestreuen

1. Strudel- und Biskuitteig wie beschrieben vorbereiten.

2. Für den Belag die Milch mit Zucker, Puddingpulver, geriebener Zitronenschale sowie Vanillezucker verrühren und unter ständigem Rühren (mit einem Schneebesen) aufkochen. Wieder vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen. Dann Rum zugießen, Topfen einrühren und die Masse glattrühren.

3. Strudelteig ausziehen. Biskuitstreifen mit ca. 10 cm Abstand zum Teiganfang auf den Strudel legen (so kann der Teig später über die Füllung geklappt werden, und der Strudel lässt sich besser einrollen).

4. Marmelade auf den Biskuitstreifen streichen, darauf die Topfenmasse auftragen und dicht mit ganzen Erdbeeren belegen. Keine gefrorenen Erdbeeren verwenden, da dadurch zu viel Fruchtsaft austreten würde!

5. Nach Belieben Marzipan mit einer feinen Reibe darüberreiben oder Brösel darüberstreuen.

6. Den Backofen auf 220 °C vorheizen und ein Backblech oder eine -form mit Butter einfetten bzw. mit Backpapier auskleiden.

7. Teiganfang über die Fülle schlagen und behutsam zu einem Strudel einrollen. Das Biskuitblatt muss dabei unten zu liegen kommen.

8. Den Strudel auf einen Papierstreifen setzen und damit auf das Blech ziehen. Im vorgeheizten Backofen ca. 12 bis 14 Minuten hell backen.

9. Vor dem Aufschneiden kurz abkühlen lassen. Nach Belieben mit Puderzucker bestreuen.

Als Garnitur: Vanilleeis

Die Originalrezepte für den Waldviertler Mohnstrudel von der Café-Konditorei Ferstl aus Wiener Neustadt als auch der Weiße Mohnstrudel aus dem Restaurant  „s‘ Schulhus“ in Krumbach finden Sie auch im Buch!

STRUDELEI
Ingrid Pernkopf & Renate Wagner-Wittula
Unsere besten 150 Rezepte
ISBN 978-3-222-14052-5
Pichler Verlag, € 28