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Lifestyle | 24.06.2022

Glutenfrei & herzhaft

Die Heimat im Bauch! Ob von den vertrauten Aufläufen aus Kindertagen bis zu den klassischen Knödelvariationen – diese Rezepte ganz ohne Klebereiweiß tun uns gut.

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TANJA GRUBER. Die Müllerstochter ist selbst seit ihrer Kindheit von Zöliakie betroffen. Ihr Blog für glutenfreies Kochen ist einer der erfolgreichsten. (© Tanja Gruber)

Immer mehr Menschen leiden an Glutenunverträglichkeit, was bedeutet, auf viele liebgewonnene Speisen bis hin zum „täglichen Brot“ zu verzichten. Aber kann Glutenfreies nicht dennoch nach richtig guter Hausmannskost schmecken? Aber sicher, sagt Tanja Gruber, die seit mehr als zwanzig Jahren in der Küche steht und voller Leidenschaft ihren Kochlöffel in Sachen glutenfreies Essen schwingt. Klassische Koch- und Backrezepte haben es ihr dabei besonders angetan: Putengeschnetzeltes, Rahmspinat, Zwetschgenknödel und Co. schmecken der ganzen Familie und sind die Stars in jeder geselligen Freundesrunde. In ihrem brandneuen Buch zeigt uns die erfolgreiche Food-Bloggerin und Bestsellerautorin mit 60 Rezepten, wie schmackhaft glutenfreie Hausmannskost sein kann ...

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(© Frauke Antholz)

Brotsalat

Für 4 Portionen

Für die Brotwürfel
300 g glutenfreies Weißbrot oder Brötchen (ggf. laktosefrei)
auf Milchbestandteile achten
5 EL Speiseöl
80 g Parmesan, gerieben
vegane Käsealternative, gerieben
1 TL frischer Thymian, gehackt
Salz, Pfeffer

Für das Dressing
3 Knoblauchzehen, gepresst
3 EL Zitronen- oder Limettensaft
3 EL Speiseöl
1 TL Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup
Salz, Pfeffer

Für den Salat
300 g Kirschtomaten
1 Salatgurke
1 gelbe Paprikaschote
2 Frühlingszwiebeln
100 g Feldsalat
geröstete Pinienkerne nach Geschmack


1. Für die Brotwürfel Weißbrot oder Brötchen in 2-cm-Würfel schneiden. Alle Zutaten für die Brotwürfel in eine Schüssel geben und gut mischen. Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Umluft etwa 22 bis 25 Minuten goldbraun rösten, dabei ein- bis zweimal wenden. Auskühlen lassen.

2. Für das Dressing alle Zutaten gut verrühren und beiseitestellen.

3. Tomaten halbieren. Salatgurke schälen, von den Kernen befreien und in kleine Würfel schneiden. Die Kerne der Paprikaschote ebenfalls entfernen, Schote in kleine Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Das geschnittene Gemüse in eine Schüssel geben und mit dem Dressing mischen.

4. Dann den Feldsalat mit den Brotwürfeln locker unter den Salat mischen. Mit Pinienkernen bestreuen und sofort servieren.

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(© Frauke Antholz)

Süß-saure Putenkeule

Für 3-4 Portionen

1 kg Putenunterkeulen, Salz,
Fett oder Öl zum Braten (ggf. laktosefrei)
auf Milchbestandteile achten
35 g Zucker
2 Zwiebeln, grob gewürfelt
3 EL Essig
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL Rosmarin, gehackt
1 TL edelsüßes Paprikapulver
je 1 Prise Nelkenpulver, Zimt, Knoblauchpulver, Cayennepfeffer und weißer Pfeffer
200 ml Sahne (ggf. laktosefrei)
Kochsahneersatz


1. Die Putenunterkeulen mit Salz einreiben. Fett in einem Bräter erhitzen, die Putenkeulen von allen Seiten darin anbraten und dann herausnehmen.

2. Zucker im Bratfett kurz karamellisieren lassen. Zwiebelwürfel darin andünsten und 375 ml Wasser, Essig, Senf, Rosmarin, Paprikapulver und die übrigen Gewürze zugeben und verrühren.

3. Die Putenkeulen in die Flüssigkeit einlegen, den Bräter mit einem Deckel verschließen und die Keulen im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene) etwa 1 1/2 bis 2 Stunden schmoren lassen. Bei Bedarf etwas Wasser zufügen.

4. Die Putenkeulen aus dem Bräter nehmen. Die Soße pürieren und mit der Sahne vermengen. Dann erwärmen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch von den Keulen lösen und mit der Soße servieren.

Tipp
Kartoffelknödel, Semmelknödel oder Schupfnudeln eignen sich wunderbar als Beilage.

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(© Frauke Antholz)

Heidelbeer-Schichtdessert

Für 4-6 Portionen

Für den Biskuit
2 Eier
40 g Puderzucker
35 g helle glutenfreie Mehlmischung
15 g ungesüßtes Kakaopulver
1/2 TL Backpulver


Für den Belag
1 Glas (540 g) Heidelbeeren
1 EL Speisestärke
200 ml Sahne (ggf. laktosefrei)
aufschlagbarer Sahneersatz auf Kokosbasis
250 g Mascarpone (ggf. laktosefrei)
200 g Quarkersatz auf Sojabasis
3 EL Milch (ggf. laktosefrei)
Reisdrink
2 EL Puderzucker

1. Für den Biskuit die Eier trennen. Eiweiß mit der Hälfte des Puderzuckers fest aufschlagen. Eigelb mit dem restlichen Puderzucker schaumig rühren. Mehl, Kakao und Backpulver auf die Eigelbmasse sieben. Steif geschlagene Eiweißmasse ebenfalls zugeben. Nun alles vorsichtig mit dem Schneebesen verrühren und in eine feuerfeste Form (etwa 30 x 25 cm) füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene) etwa 12 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

2. Heidelbeeren mit der Flüssigkeit in einen Kochtopf geben. Speisestärke zugeben und gut verrühren. Unter Rühren alles zum Kochen bringen und einmal aufkochen lassen. Noch warm auf dem Biskuit gleichmäßig verteilen. Auskühlen lassen.

3. Sahne steif schlagen. Mascarpone, Milch und Puderzucker glatt rühren, Sahne unterheben. Die Creme auf die Heidelbeerfüllung streichen. Das Dessert über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Am nächsten Tag in Stücke schneiden und servieren.

Tipp
Die Heidelbeeren können bestens durch andere Früchte oder Beeren ausgetauscht werden. Probieren Sie das Dessert z. B. auch mit Sauerkirschen aus dem Glas.

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MEINE GLUTENFREIE HAUSMANNSKOST, Tanja Gruber, ISBN 978-3-7088-0812-3, Kneipp Verlag, € 27, Auch als E-Book!