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Lifestyle | 30.11.2022

Ein gutes Erbe

Zwei Persönlichkeiten aus Niederösterreich stehen in der Mitte der Bewegung „Enkeltaugliches Österreich“: der Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann und die Projektleiterin Barbara Holzer-Rappoldt. Mit ihrem Aufruf „Mach mit!“ haben sie ihren Maßnahmenplan einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

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(© Enkentaugliches Österreich)

Ihr Ziel ist einfach erklärt: Es geht um ein Handeln mit Vision und Sinn, es geht um Bewusstseinsbildung statt Verboten und darum, dass Forschung und Umsetzung Hand in Hand gehen. Vor allem aber geht es ums MACHEN – Österreich enkeltauglich machen! Für diese generationsbewusste Bewegung haben sich die größten Bio-Pioniere, nachhaltige Unternehmen, führende Wissenschaftler, aktive Vereine, naturnahe Organisationen und zahlreiche Bio- und Wald-Bauern sowie Bäuerinnen zusammengeschlossen. Mit viel Freude und Mut zur Veränderung wird nun der bereits konkret erarbeitete Maßnahmenplan schrittweise in vier Bereichen umgesetzt, welche Landwirtschaft, Wald, Landschaft und Wirtschaft umfassen.

100 Prozent Bio ist der Weg aus der Krise. „Unsere Bewegung ist ein Zusammenschluss von nachhaltigen Sinn-Finderinnen und Richtig-Machern. Jeder und jede von uns arbeitet und wirkt in der eigenen Profession für das Gemeinsame. Wir übernehmen mit Freude Generationenverantwortung und wollen Österreich fit für die Zukunft machen. Wir sehen schon lange, dass es funktioniert. Geschlossene Kreisläufe und der Erfolg geben uns recht“, erklärt Johannes Gutmann.

Laut einer Studie wurden in Österreichs Atemluft 67 Pestizide nachgewiesen, die ein großes Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt bergen. Die enkeltaugliche Lösung für saubere Luft lautet: Viel mehr regionale, biologische Landwirtschaft und für alle leistbare biologische Lebensmittel braucht das Land! Ein Herzstück der Bewegung sind auch Michaela und Obmann Johann Aufreiter vom Biokräuterhof Aufreiter: „Im Bereich der Landwirtschaft bedeutet das ein biologischer Landbau und eine naturnahe Kreislaufwirtschaft. Uns ist aber auch gerade jetzt wichtig zu zeigen, dass 100 Prozent Bio in Österreich auch in der Praxis keine Utopie, sondern eine reale Zukunftschance ist.“ Als eine konkrete von vielen Maßnahmen wird bei den enkeltauglichen Bäuerinnen und Bauern Klimaschutz durch Humusaufbau umgesetzt, also beispielsweise mit Kompost gedüngt, kaum gepflügt, und Dauerbegrünung sowie Fruchtfolge und Mischkulturen werden umgesetzt.

 

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FIT FÜR DIE ZUKUNFT Johannes Gutmann und Barbara Holzer-Rappoldt (© Enkeltaugliches Österreich)

Wald und Wirtschaft. Das Konzept der Enkeltauglichkeit wird auch auf öffentlichen Flächen und in der Forstwirtschaft angewendet. So werden Wälder nachgeforstet und nachhaltig bewirtschaftet. Die Bewegung ETÖ setzt sich aber auch für eine zertifizierte Bio-Gastronomie ein. Über 20 Prozent der Menschen in Österreich verpflegen sich bereits außer Haus, aber Bio ist in Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern immer noch unterrepräsentiert – obwohl sich dort die Mehrheit mehr Bio-Essen mit weniger Fleischkonsum wünscht. Auch dafür bietet die Bewegung direkte Beratung und zeigt erprobte Lösungen für einen Umstieg auf 100 Prozent Bio auf.

 

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AUS LIEBE ZU DEN NÄCHSTEN GENERATIONEN Julia Schuster, Bernd Poinsitt, Michaela Aufreiter, Andreas Eder, Barbara Holzer- Rappoldt, Andreas Achleitner, Johannes Gutmann und Johann Aufreiter (© Enkeltaugliches Österreich)

Privatpersonen, bitte mitmachen! Unter dem Motto „Wir MACHEN uns die Welt“ ruft die Bewegung jede motivierte Privatperson auf, sich zu engagieren. „Wir konnten bereits ein sehr großes Netzwerk aufbauen, das auch schon viel umgesetzt hat“, erklärt Barbara Holzer-Rappoldt. „Das geht vom Setzen eines enkeltauglichen Waldes bis hin zu ganz einfachen Maßnahmen, die jeder und jede zu Hause umsetzen kann. Das Erste, was alle tun können, ist, unseren Newsletter zu abonnieren, uns auf Social Media zu folgen und mit dem Umfeld zu sprechen. Es wird spannend und schön!“

Wie erfolgreich das Konzept von ETÖ ist, zeigt sich in der Tatsache, dass die Liste der teilnehmenden Betriebe und Privatpersonen täglich länger wird. Infos finden Sie auf www.etoe.at.

Teilnehmende ETÖ-Betriebe in Niederösterreich: Sonnentor, Adamah Biohof, Druckerei Janetschek, Desserts Göttinger, Mostschenke Speckalm, Waldsetzen.jetzt, Biohof Neuner, Biohof Schmidt - und ständig werden es mehr...