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Lifestyle | 28.10.2016

Kraft tanken auf Rehab – mit Kind!

Schwerpunktthema Brustkrebs: Betroffene erzählen, wie sie vom Mama-Kind-Konzept im Lebens.Med Zentrum Bad Erlach profitieren.

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Doris und Nathan Huemer, Renate und Viktoria Masek, Iris und Obichukwu Ezenwafor, Lea und Edith Gerlinger sowie Katharina und Valerie Wachal (v. l.) (© Lebens.Med Zentrum Bad Erlach)

"Ich bin nun gestärkt für mein Kind da"

Warum ich? Warum jetzt? Was habe ich getan? Die Fragen bohren sich scharf in die Seele, Antworten gibt es keine. Schon gar nicht auf die Frage nach der Ursache. Oder darauf, ob man irgendetwas hätte anders machen können... Der Schock über die Diagnose Krebs wirft aus der Lebensbahn, doch besonders Eltern müssen sich schnell wieder sammeln. Wieder gesund werden ist das Ziel, möglichst bald, um für Kind und Kegel wieder voll "funktionstüchtig" zu sein. Doch die Torturen der Therapien hinterlassen Spuren, rauben viel Energie – und selbst im Krankenhaus, selbst in den schlimmsten Situationen nagt vor allem bei vielen Müttern das schlechte Gewissen, nicht für die Kids dasein zu können. Ist die heimtückische Krankheit besiegt, sehnen sich viele sofort nach einem Alltag wie zuvor – viele Mütter kaum den Gedanken an eine Rehab, erneut an eine Zeit ohne Familie, zu.

Dem steuert das Lebens.Med Zentrum Bad Erlach mit einem besonderen Mama-Kind-Konzept entgegen. "Hätte es die Möglichkeit nicht gegeben, mein Kind zum Rehabilitationsaufenthalt mitzunehmen, hätte ich die Rehabilitation nicht machen können", schildert etwa Renate Masek aus Oberösterreich. Drei Wochen hat die Mutter im Lebens.Med Zentrum verbracht; für sie ein großer Gewinn: "Ich kann nun gestärkt wieder für mein Kind da sein." Dabei hatte sie durchaus auch Bedenken. "Ich hatte Befürchtungen, dass wir hier von sichtbar schwerkranken Menschen umgeben sein werden, aber das hat sich schon bald als falsch herausgestellt. Alle sind aktiv und bemüht darum, ihren allgemeinen Gesundheitszustand wieder zu verbessern. Wir haben uns einfach wohl gefühlt."

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Leiter der Abteilung Onkologische Rehabilitation: Prim. Univ.-Prof. Dr. Alexander Gaiger

Rehab unterstützt die Wirksamkeit der Tumorbehandlung

Im Gesundheitszentrum für Onkologische Rehabilitation in NÖ werden Menschen betreut, die ihre primäre Krebsbehandlung, beispielsweise die Chemo- und Strahlentherapie, abgeschlossen haben. Im Zuge eines dreiwöchigen Aufenthalts werden die PatientInnen auf ihrem Weg "zurück ins Leben" unterstützt; es wird gleichermaßen auf die körperliche, psychische und soziale Erholung, Stärkung gesetzt. "Onkologische Rehabilitation ist ein hochwirksames Verfahren, das nicht nur die Lebensqualität und die Folgen der Krebsbehandlung verbessert, sondern auch die Wirksamkeit der Tumorbehandlung unterstützt", betont Alexander Gaiger, Leiter der Onkologischen Rehabilitation.

"Oft führen Krankenhausaufenthalte im Zuge der Krebsbehandlung zu längeren Trennungen von Mutter und Kind. Aus diesem Grund bieten wir im Lebens.Med Zentrum die Möglichkeit, das Kind zu bestimmten Turnussen zum Rehabilitationsaufenthalt mitzunehmen." Die Kinder werden während der Therapiezeiten professionell betreut, zudem können sie die Erfahrung machen, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind; sie können sich untereinander austauschen. "Die Kinder haben nicht nur vom tollen Betreuungsprogramm profitiert", erzählt die Oberösterreicherin Edith Gerlinger. "Sie haben gemerkt, dass es auch andere Mütter gibt, die an Krebs leiden. Und das verbindet. Wir haben dadurch viele gute Momente erlebt."

Das Lebens.Med Zentrum Bad Erlach ist Vertragspartner der österreichischen Sozialversicherung.

www.lebensmed-baderlach.at