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Lifestyle | 23.09.2019

Früherkennung von Brustkrebs

Der Oktober steht ganz im Zeichen des Pink Ribbon, das weltweite Symbol für Brustkrebsvorsorge und Solidaridät mit Erkrankten. Look! begleitet die Pink Ribbon Aktion den ganzen September und Oktober lang mit Stories, News und konkreter Hilfestellung zum Thema.

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© iStock by Getty Images

Jede von uns ist direkt oder indirekt im Laufe des Lebens mit dem Thema Brustkrebs konfrontiert. Aufklärung über Früherkennungsmöglichkeiten sind dabei besonders wichtig!

Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung haben das Ziel, Krebs in einem frühen Stadium zu entdecken, um so rechtzeitig Therapiemaßnahmen setzen zu können. Diese Maßnahmen werden im allgemeinen Sprachgebrauch „Vorsorge“-Untersuchungen genannt. Es handelt sich aus medizinischer Sicht aber um Früherkennungs-Untersuchungen.

Die Behandlung von Vorstufen bzw. eines Frühstadiums einer Krebserkrankung steigert die Heilungschancen erheblich und ist auch für Patienten weniger belastend als eine Behandlung eines spät entdeckten Tumors in einem dann womöglich fortgeschrittenen Stadium.

Gerade bei den Krebserkrankungen der Frau gibt es seit vielen Jahren die Möglichkeit, durch einfache Untersuchungen eine äußerst wirksame Früherkennung zu erreichen. Und Früherkennung kann Leben retten.

In Österreich werden die Kosten für viele Vorsorgeuntersuchungen von den Sozialversicherungsträgern übernommen. Trotzdem gibt es Frauen, die nicht regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Als Grund dafür geben sie an, dass sie sich wegen Doppel- und Dreifachbelastung (Beruf, Kinder, Haushalt) vorrangig um die Gesundheit der Familie kümmern und ihre eigene hintanstellen.

 

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Mammografie-Röntgenscanner. © iStock by Getty Images

Mammografie

Wozu eine Mammografie?

Fakt ist: Die derzeit geeignetste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs ist die Mammografie. Vielleicht gehören Sie zu den Frauen, die seit Jahren ohnedies regelmäßig eine Mammografie machen lassen. Oder Sie gehören zu jenen Frauen, die langsam in das Alter kommen (ab dem 40. Geburtstag), in dem mit der Mammografie begonnen werden sollte.

 

Mammografie ab 40 alle zwei Jahre!

 

Was ist eine Mammografie?

Die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust, bei der auch kleine Tumore – die noch nicht tastbar sind – festgestellt und damit die Heilungsund Überlebenschancen verbessert werden können. In vielen Fällen ist die Behandlung einer früh erkannten Erkrankung auch schonender, d. h. falls eine Operation notwendig sein sollte, kann die Brust öfter erhalten bleiben.

Wie funktioniert die Mammografie?

Es werden zwei bis drei Aufnahmen von jeder Brust angefertigt. Die Brust muss dabei vorsichtig zusammengedrückt werden. Manche Frauen empfinden dabei Schmerzen, die durch den Druck entstehen können. Dieser Druck ist aber für den Erhalt gut beurteilbarer Röntgenbilder sehr wichtig. Dem Nachteil dieser kurzfristigen Missempfindung steht die Chance, Brustkrebs rechtzeitig zu erkennen, gegenüber. Die Befürchtung, dass so ein Tumor ausgelöst werden kann, ist völlig unzutreffend.

Wann sollte die Mammografie durchgeführt werden?

Die Mammografie kann jederzeit durchgeführt werden. Die Erkennbarkeit ist während des gesamten Monatszyklus gleich, unabhängig davon, ob vor, während oder nach der Menstruation untersucht wird. Allerdings ist die Schmerzempfindlichkeit bei der Mammografie vor der Regelblutung ausgeprägter als danach. Bei Frauen im Wechsel sollte die Mammografie nicht länger als 12 Monate zurückliegen, bevor mit einer HET (Hormonersatztherapie) begonnen wird.

 

Strahlenbelastung

Generell ist die Strahlenbelastung bei einer Mammografie als sehr niedrig einzustufen. Die angewendete Röntgenstrahlung ist eine weiche Strahlung. Die modernen Geräte – die beim „Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm“ zum Einsatz kommen – halten die Strahlenbelastung der Mammografie so gering, dass sie mit der eines Transatlantikfluges verglichen werden kann.

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Selbstabtastung: Brustwarze mit den Fingerspitzen umgreifen, abfühlen, wobei man zugleich in die Tiefe drückt. © iStock by Getty Images

Tastuntersuchung der Brust

Die Selbstabtastung der Brust, das Abtasten durch den Arzt oder durch Dritte (z. B. blinde Frauen) dient einem Brustbewusstsein, ist aber NICHT als Früherkennungsuntersuchung anzusehen und ersetzt daher keinesfalls die Mammografie! Die Tastuntersuchung kann Frauen oft auch sehr verunsichern, weil sie naturgemäß keine Erfahrung haben, welche Veränderung „normal“ und welche „auffällig“ ist. Dadurch kann es einerseits zu großer Verunsicherung wegen unberechtigter Sorgen kommen aber auch zu Verzögerungen in der Diagnose, wenn sich die Frau in falscher Sicherheit wiegt. Jede Frau sollte daher bei aus ihrer Sicht neuen Auffälligkeiten in den Brüsten wie z. B. Einziehungen der Haut oder einer Brustwarze, Verwölbungen oder blutigen Sekretionen aus der Brustwarze, Rötungen der Brust, Ekzem der Brustwarze, Knoten in der Brust oder in den Achselhöhlen und/oder Schmerzen und Spannungen den Arzt ihres Vertrauens kontaktieren.

1. Vor dem Spiegel: Kontrollieren Sie Größe und Form der Brüste, Veränderungen der Haut und der Brustwarzen. Heben Sie die Arme hoch über den Kopf, die Brüste müssen der Bewegung folgen, die Brustwarzen gleich hoch stehen. Diese Bewegung macht man frontal, seitlich rechts und seitlich links. Dann stemmt man die Hände fest in die Hüften und schaut die Brüste wieder von allen Seiten an.

2. Im Liegen: Rücken über ein Kissen nach hinten biegen. Arm der Seite, die untersucht werden soll, nach oben hinten heben. Die Brust mit den aneinanderliegenden Fingerflächen der gegenseitigen Hand abtasten. Warzenhof nicht vergessen. Achten Sie darauf, ob sich unter der Haut Teile der Brust nur schwer verschieben lassen.

3. Im Sitzen oder Stehen: Man neigt den Oberkörper locker etwas nach vorn und ein wenig auf die Seite, die man untersuchen will. Hand der gleichen Seite leicht anhebend unter die Brust legen. Mit aneinanderliegenden Fingern der anderen Hand die Brust tastend abfühlen. Dann die ganze Brust mit gegeneinanderspielenden Händen nochmals abtasten. Brustwarze mit den Fingerspitzen umgreifen, abfühlen, wobei man zugleich in die Tiefe drückt.

4. Untersuchungen der Achselhöhlen jeweils mit der gegenseitigen Hand, um die dort liegenden Lymphdrüsen zu kontrollieren. Die Untersuchungen sollen mit leichter Hand und zartem, streichendem Druck gegen die Unterlage der Brust oder der anderen Hand erfolgen.