Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 05.08.2015

"Ich bin angekommen"

Vor zwei Jahren verkündete Nicole Öttl das Liebes-Aus von Extremsportler Felix Baumgartner. Viel hat sich in dieser Zeit getan. Heute lebt die Linzerin in einer glücklichen Beziehung mit dem nö. Kicker Mario Konrad. Nicole Öttl gibt Ulli Wright eines ihrer seltenen Interviews

Bild 013.jpg
Interview mit Seltenheitswert: Nicole Öttl plaudert mit Ulli Wright (© Andreas Röbl)

Als Felix Baumgartner 2012 mit dem Stratosphärensprung für weltweites Aufsehen sorgte, waren Sie die Frau an seiner Seite. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?
Jetzt haben wir das Jahr 2015 und mir kommt es vor, als wäre das alles schon viel länger aus. Ich halte an die Erinnerungen aus dieser Zeit nicht mehr fest. Es ist für mich Vergangenheit, ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen. Es sind eher die anderen Menschen, die mich daran erinnern.

Hat diese Zeit Ihr Leben verändert?
Natürlich bin sehr froh darüber, dass ich das alles erleben konnte. Durch das, was in den Medien oder in der Promiwelt gezeigt wird, sind viele Menschen nicht mehr zufrieden mit dem, was sie haben. Ich kann nur eines sagen: Es ist nicht alles Gold was glänzt, das habe ich selbst gesehen und daher werde ich nie auch nie das Gefühl haben, etwas versäumt zu haben. Dadurch schätze ich auch mein jetziges Leben viel mehr.

Haben Sie noch Kontakt zu Felix Baumgartner?
Wir haben uns im freundschaftlichen getrennt. Zu Anlässen wie Geburtstagen oder Weihnachten gratulieren wir uns, wie es sich bei einem höflichen Umgang mit einem Ex-Partner gehört. Aber nicht mehr und nicht weniger. Jeder von uns hat eine neue Beziehung. Ich bin nicht der Typ, der mit dem Ex-Partner einen regen Kontakt pflegt.

Werden Sie noch oft darauf angesprochen?
Natürlich wird einem ein Stempel aufgedrückt, aber wenn man nicht drauf einsteigt wird man wird man auch nicht nur auf das reduziert.

Ihre neue Liebe ist der ehemalige LASK- und Rapid-Kicker Mario Konrad, der heute als Mittelstürmer beim SV Leobendorf in der NÖ Landesliga spielt. Wie haben Sie sich kennengelernt?
Unsere Wege haben sich vor mehr als zehn Jahren in Linz schon einmal gekreuzt, als Mario beim LASK gespielt hat. Damals war ich auch bei der Meisterfeier des LASK dabei. Dort haben wir uns kennen gelernt.

Bild 004f2.jpg
Strahlende Powerfrau: Nicole Öttl (© Andreas Röbl)

Sie sind mehr als ein halbes Jahr zusammen, wo und wann hat es gefunkt?
Das Facebook war schuld (lacht). Wir waren beide Single, hatten beide eine Trennung hinter uns und so haben sich unsere Wege noch einmal gekreuzt.

Was fasziniert Sie an Mario Konrad?
Mario ist ein sehr ausgeglichener positiver Mensch mit dem ich einfach harmoniere. Was ich besonders an Mario schätze, ist seine fürsorgliche, aufmerksame Art. Mario hat eine Tochter und ist ein toller Vater. Die Art, wie ein Mensch mit seinem Kind umgeht, sagt für mich sehr viel aus.

Sind Sie ein Fußballfan?
Nein eigentlich nicht. Ich bin aber ein Fan von Marios Mannschaft. Man fiebert ja trotzdem mit und studiert schon mal die Tabellenpunkte oder verfolgt am Live-Ticker ein Spiel. Mein Bruder ist ebenfalls Fußballer und somit ist das jetzt nicht ganz neu für mich. Ich bin bei den Heimspielen von Marios Mannschaft dabei. Der SV Leobendorf ist ein super Verein mit ganz lieben Leuten. Es ist eine besondere Gemeinschaft, und das genieße ich sehr.

Macht Mario das Kicken hauptberuflich?
Nicht mehr! Er arbeitet und abends trainiert er selbst oder unterstützt das ein oder andre Mal in der Nachwuchsarbeit. Wir haben einen ähnlichen Tagesablauf. Erst vor Kurzem hat Mario das Diplom zum Fußball Manager abgeschlossen.

Sie arbeiten bei der Sportunion in Linz und pendeln am Wochenende nach Leobendorf bei Wien. Ist das nicht sehr mühsam?
Nein, das stört mich überhaupt nicht. Von Freitag bis Montag bin ich in Leobendorf. Da ich während der Woche beruflich ziemlich eingeteilt bin, ist das nicht so schlimm.

Kann es sein, dass Sie einmal Ihren Lebensmittelpunkt nach Leobendorf verlegen?
Ja, das ist natürlich im Gespräch. Aber unsere Beziehung ist noch sehr frisch und wir wollen nichts überstürzen. Eine sehr wichtige Person in meinem Leben ist meine Oma und solange sie in Linz lebt und nicht mit mir mitkommen möchte bleibe ich hier. Meine Eltern leben übrigens auch in Wien.

Wie wichtig ist Ihnen eine fixe Beziehung?
Als ich Mario wiedertraf, war ich nicht darauf eingestellt, mich so schnell wieder auf eine Beziehung einzulassen. Jetzt habe ich aber erstmals eine Beziehung, bei der ich auch an die Zukunft denke. Ich war nie ein Mensch der großartige plant. Mit Mario kann ich das aber, weil ich mich auf ihn verlassen kann. Das hat mir gefehlt, ich fühle mich bei Mario sehr zu Hause. Ich kann nur sagen, ich bin angekommen. Das macht mich glücklich.

Bild IMG_3169f[1].jpg
Liebesglück mit Kicker Mario Konrad

Ihre Freunde waren immer Sportler. Könnten Sie sich eine Beziehung mit einem Beamten oder Banker im Anzug vorstellen?
Ich suche mir den Partner nicht nach seinem Beruf aus, aber ich denke, dass sich Menschen mit ähnlichen Interessen gegenseitig anziehen.

Beim WTV Wels trainieren Sie als Leistungstrainerin Kinder. Sind eigene Kinder für Sie ein Thema?
Ich habe keinen zwingenden Kinderwunsch, aber wenn es so sein sollte, weiß ich den richtigen Partner an meiner Seite. Ein Kind kommt für mich nur in Frage, wenn ich wirklich gefestigt bin. Wenn ich dafür bereit bin und auch Zeit für ein Kind habe. Ich möchte nicht zwischen Arbeit und Kind jonglieren.

Sie waren als Turnerin im Team der österr. Nationalmannschaft, wurden 15 Mal Landesmeisterin und mit der Mannschaft auch Staatsmeisterin. Nehmen Sie noch aktiv an Wettbewerben teil?
Nein. Bei Bewerben zittere ich mit den Kindern mit. Das ist zum Teil nervenraubender als selber zu Turnen. Aktiv bin ich nicht mehr tätig. Kunstturnen ist eine Jugendsportart, da stößt man irgendwann an die Grenzen.