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People | 28.02.2017

Tierisch starke Karriere

Sie ist 34 Jahre jung und leitet eine große Kleintier- und Geflügelpraxis in Seitenstetten. Beate K. Schuller im Blitzinterview – über unerwartet große Patienten und ungewöhnliche Herzensanliegen.

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EHRGEIZIG. Um nach ihren fachlichen Ansprüchen und ethischen Grundsätzen arbeiten zu können, eröffnete Beate Katharina Schuller bereits 2008 ihre eigene Praxis. (© Doris Schwarz-König)

Eine Großfamilie umgibt die Veterinärmedizinerin in Seiten­stetten

Beate Katharina Schuller ist verheiratet, hat zwei Stiefsöhne, drei Hunde, drei Katzen, rund 40 Hühner, eine fast 20-jährige Haustaube – eine Überlebenskünstlerin aus Opas Zucht – sowie vier Kaninchen. Zu ihrem Ordinationsteam zählen mehrere Tierärztinnen sowie tierärztliche AssistentInnen.

Wieso sind Sie Veterinärmedizinerin geworden?
Ich bin mit Tieren aufgewachsen und war immer schon naturwissenschaftlich interessiert. Das war von Beginn an mein Berufswunsch!

Wie kam es zur Gründung Ihrer Praxis?
Ich wollte mich auf zwei spezielle Gebiete konzentrieren: auf Kleintier- und Geflügelmedizin. Diese Kombi gab es nicht. Zudem lagen mir meine fachlichen Ansprüche und ethischen Grundsätze am Herzen, ebenso wie die Spezialisierung auf bestimmten Gebieten voranzutreiben: etwa die Onkologie bei Kleintieren.

Wie sieht der Kreis Ihrer PatientInnen aus?
Zum einen behandeln wir alle Kleintiere – also Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Ziervögel, Exoten, Rasse- und Haushühner, Greifvögel – zum anderen decken wir das gesamte Gebiet der Geflügelmedizin ab: von der Betreuung von Lege- und Mastbetrieben über Wassergeflügel bis hin zu Brütereien.

Unvergessliche Begegnungen ...
Für mich außergewöhnlich war ein Tierhalter, der sich mit einem Strauß angemeldet hat. Ich ging von einem Jungtier aus; als er mit einem Anhänger vorgefahren ist, mussten wir vier Leute zusammentrommeln, um das riesige Tier in die Praxis zu bekommen. Sehr reizvoll ist auch die Arbeit mit Greifvögeln!

Erleben Sie auch skurrile Anliegen?
Anfangs skurril, mittlerweile nicht nur in der Humanmedizin ein Trend: Besitzer möchten entnommene Organe, beispielsweise die Plazenta nach einem Kaiserschnitt mit nach Hause nehmen, um sie einzugraben und darauf einen Baum zu pflanzen. 

In Ihrer Praxis arbeiten vier weitere Tierärztinnen. Wie erleben Sie das Frauen-Team?
Ein tierärztlicher Assistent ist auch beschäftigt! Für mich ist das Geschlecht irrelevant; es zählen fachliches Niveau, Engagement für den Job und Kollegialität im Team.

Essen Sie Fleisch?
Ich bin seit meinem 15. Lebensjahr Vegetarierin.

Haben Sie ein Lieblingstier?
Ja! Seit genau einem Jahr lebt Dackelrüde Peppi bei uns. Aufgrund einer schweren angeborenen Erkrankung haben wir die ersten Monate um sein Leben gekämpft, mittlerweile geht es ihm sehr gut. Er ist uns sehr ans Herz gewachsen!

Welche drei Eigenschaften beschreiben Sie am besten?
Ehrgeizig, willensstark, ungeduldig.

Was tun Sie vor dem Schlafengehen?
Ich gehe gern in unserem Gartenhäuschen in die Sauna.

Wo liegt Ihr Handy nachts?
Neben dem Bett.

Wo und wie können Sie abschalten?
Ich reise gerne, schaue mir fremde Länder an. Zuhause gehe ich mit den Hunden spazieren und seit Neuestem lerne ich Geige spielen.

www.die-tieraerztin.at