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People | 07.02.2018

Jetzt oder nie!

Nina Blum, die Intendantin des Märchensommers Niederösterreich und der Sommernachtskomödie Rosenburg, bringt gemeinsam mit ihrem kongenialen Partner Martin Oberhauser ihr drittes Beziehungskabarett auf die Bühne. Diesmal geht es um das Thema „Zeit“. Daher der Titel: „Jetzt – oder nie!“

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(© Martin Hesz, Anna Stöcher)

Sie ist eine Frau der klaren Worte. Vielleicht, weil sie als studierte Psychologin weiß, wie man Missverständnissen vorbeugen könnte?  Sicher ist aber jedenfalls, dass die Kabarettprogramme des Schauspieler-Duos Nina Blum und Martin Oberhauser deswegen so gut funktionieren, weil sie auf umwerfend köstliche Weise das ganz normale Leben von Paaren und deren Beziehungen – und nicht zuletzt sich selbst – aufs redegewaltige, alltagserfahrene Korn nehmen. So hieß es im ersten Kabarett „Sex und Reden“: „Frauen täuschen den Orgasmus vor, Männer ganze Beziehungen“. In der Fortsetzung „Schlaflose Nächte“ erfuhren wir alles über die Problematik von „Vögeln auf Eisprung“, und wie der darauffolgende Baby-Windel-Wahnsinn die frisch gebackenen Eltern auf die Therapeuten-Couch zwang. Jetzt nimmt uns das Paar mit auf eine turbulente Zeitreise in die Vergangenheit und die Zukunft:
Wir schreiben das Jahr 2018. Dies sind die Abenteuer von Marie und Bernd, die den Unendlichkeiten des Alltagsstresses entfliehen wollen. Endlich wieder mal Zeit für einander haben – ohne Kinder. Doch die Reise endet abrupt: Das Flugzeug stürzt ab und sie landen – in einem Zeitloch. Miteinander gehen sie den letzten Rätseln des Zusammenlebens von Frau und Mann auf den Grund: Sind Frauen stur oder nur meinungsstabil? Lieben Männer intelligente Frauen, weil sich Gegensätze anziehen?! Und ist die Abkürzung für Ehe „Errare humanum est“?

 

Niederösterreicherin: Nina, in eurem dritten Beziehungs-Kabarettprogramm, mit dem Ihr am 24. Februar startet, widmet Ihr euch also dem Thema Zeit ...
Nina Blum: Ja, in unserer Geschichte geht es darum, wie schnell die Zeit vergeht und wie schwierig es ist, im Moment zu leben. Aber auch ums Älterwerden, um die Midlife-Crisis, um das Urlaubmachen an sich, und was im Leben von Marie und Bernd unbedingt noch passieren soll. Wir gehen aber auch der Frage nach, mit welchen Beziehungsproblemen schon Adam und Eva zu kämpfen hatten, und ob sie so etwas wie Sinnkrisen auch kannten. Und das alles eingebettet in viel Musik!

 

Wieso ist es denn so schwierig, im Moment zu leben?
Weil wir oft schon an zukünftige Ereignisse denken, oder im Gedanken noch beim Telefonat von eben vorhin hängen. Die Fokussierung auf die Gegenwart ist offenbar sehr schwierig.

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(© Martin Hesz, Anna Stöcher)

Ich erinnere mich, dass bereits in eurem Erfolgs­stück „Schlaflose Nächte“ der Satz fiel: „Das Glück liegt im Moment.“
Ja, genau, da hast du recht! Es sagt uns ja auch die Glücksforschung, dass Glück nur im Hier und Jetzt zu finden ist, und es darum geht, den Augenblick zu genießen. Die ständige Erreichbarkeit durch unsere Mobiltelefone, oder das neue, durch das Internet entstandene Gefühl des „immer und überall mit allem verbunden sein“ zu müssen, ist dabei sicher auch nicht hilfreich. Meine Figur im Programm ist eben so eine getriebene, Social Media abhängige Person, die schwer abschalten kann und noch im Flugzeug glaubt, für ihre Kinder und Kunden erreichbar sein zu müssen.

 

Die Figuren im Stück erleben ja eine Zeitreise. In welche Zeit würdest du gerne reisen?
Also, eigentlich gleich ganz zurück an den Anfang! Nur einen Tag im „Paradies“ als Eva zu erleben, das wäre schon interessant. Die Frage dabei ist ja, ob es dieses Paradies überhaupt gab, und wenn ja, wie es dort war. Als „Eva“ sage ich in unserem Programm einen Satz von Oscar Wilde, der wahrscheinlich für alle Zeiten gültig ist: „Frauen muss man nicht verstehen, Frauen muss man lieben!“  Das könnte viele Missverständnisse zwischen Mann und Frau verhindern. Aber auch eine Zeitreise in die Zukunft hätte ihren Reiz; wobei ich grundsätzlich sehr gerne im „Jetzt“ lebe.

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(© Martin Hesz, Anna Stöcher)

In euren Programmen geht es eigentlich immer um Beziehungen. Du selbst bist seit 2012 mit dem Unternehmensberater und Bergführer Martin Halder verheiratet – und das sehr glücklich. Hast du einen Tipp für eine gut funktionierende Beziehung?
Es braucht neben der Liebe vor allem Aufmerksamkeit und eben Zeit füreinander, und viel Toleranz. Immer wieder schöne gemeinsame Erlebnisse haben zu können, denn die binden und halten die Beziehung lebendig. Je älter ich werde, desto mehr merke ich auch, dass Reden zwar wichtig ist, aber manchmal Geduld zu haben und warten zu können fast noch mehr bewirkt. Einer meiner Lieblingssätze von Marie im Stück ist daher: „Viele Probleme erledigen sich von selbst, wenn man sie nicht dabei stört.“

 

Apropos Alter. Im Stück thematisiert ihr ja auch das Älterwerden.  Ich glaube, ich darf es verraten: Du bist jetzt 44 Jahre, gleichzeitig aber auch „Jungmutter“ einer 15 Monate alten Tochter. Kennst du selbst das Gefühl einer Art „Midlife-Crisis“?
(lacht) Also, ich habe bis jetzt keine! Schon wegen meiner Tochter Elsa, denn mit der Kleinen fühle ich mich eher wie Mitte 30. In unserem Stück gibt es ja auch diesen schönen Satz: „Frauen sind so alt, wie sie sich fühlen. Männer sind alt, wenn sie ihre Gefühle verlieren.“

 

JETZT ODER NIE

Vorpremieren in NÖ:
24.02.2018 Bühnenwirtshaus Bernhart, Schwarzenbach
03.03.2018 Wilheringerhof, Klosterneuburg


Premiere:
06.03.2018 Orpheum Wien
Weitere Termine am
15.03. und 13.04.2018
06.04. und 04.05.2018 Eden Bar Wien


Vorstellungen und Infos unter:
www.blumoberhauser.at

 

Die NIEDERÖSTERREICHERIN verlost jeweils zwei Karten für die Vorpremieren in Niederösterreich! Das Gewinnspiel findet Ihr hier. Teilnahmeschluss ist der 12. Februar 2018.