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People | 15.02.2018

Sehnsuchtswege

„Wenn plötzlich die wahre Liebe anklopft, dann muss man ihr die Türe öffnen“, weiß der niederösterreichische Newcomer-Autor Martin Matheo aus eigener Erfahrung.

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Martin Matheo. Auf Lesereise mit „Sehnsuchtswege“ (© Eris-Porträt, privat)

Er hatte sie geträumt. Diese Geschichte, die ihm nicht mehr aus dem Kopf ging und die ihn nicht mehr losließ, bis er es endlich tat. Die Geschichte zu Papier zu bringen. Zuerst nur aufgeschrieben, lag sie für Monate am Schreibtisch. Bis ihm eines Tages eine Freundin die Frage stellte: „Hast du eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, ein Buch zu schreiben?“ Das war das Signal, aus dem Traum ein Buch entstehen zu lassen.
Nach mehr als einem Jahr intensiven Schreibens veröffentlichte der Autodidakt seinen ersten Roman „Sehnsuchtswege – ein Leben und sieben Wünsche“. Ein spannendes Debütwerk mit teils autobiografischen Zügen. Oder: Eine Liebeserklärung an das Leben?

Die Story. Paul, ein erfolgreicher Manager in den  Mittvierzigern, ist ganz oben auf der Karriereleiter angekommen. Mit seiner Frau führt er eine glückliche Ehe, lebt mit ihr und zwei Kindern in einer modernen, stylischen Villa in prominenter Lage, fährt einen Sportwagen und kann sich jeden Luxus leisten. Auf den Punkt gebracht: Paul hat alles, was sein Herz begehrt. Ein Leben ganz nach Plan. Ein Leben, von ihm kontrolliert – bis ihn ein Unfall, den er nur knapp überlebt, aus der Bahn wirft. Ein Nahtoderlebnis, ein Leben im Rollstuhl und sieben fundamentale Wünsche, die auf ihn zukommen. Sieben Wünsche auf dem Weg zum wahren Leben.

Martin Matheo folgt mit seiner ersten, berührenden Veröffentlichung keinesfalls dem heutigen Trend des Moralisierens in der Literatur, vielmehr will er seine Leserinnen und Leser zum Überdenken und Hinterfragen des eigenen Lebensglücks einladen. „Mein Buch sollte keine belehrende Anleitung sein, wie es schon so viele gibt, sondern eine unterhaltsame Anregung, sich ehrlich und kritisch mit dem eigenen Leben und vor allem den wahren Fundamenten des Lebens auseinander zu setzen“ erklärt mir der Autor, als wir einander treffen.

 

„Ich habe eine neue Liebe gefunden. Die Liebe zum Schreiben.“

- Martin Matheo

 

Ein Touchdown. So beginnt die Geschichte, durch die testosterongesteuerte Brille eines Mannes erzählt – bis sie einen Bruch erfährt, der alles außer Kontrolle geraten lässt. Einen Touchdown – mit teils autobiografischen Zügen. Denn auch der Autor selbst kennt sie aus eigenen Erfahrungen, die Schattenseiten des Lebens. „Ich durfte sehr viel dabei lernen und kann heute authentisch darüber schreiben, was es bedeutet, wenn das Leben völlig zusammenbricht“, fährt Martin Matheo beim zweiten Espresso fort. „Es ging mir so ähnlich wie Paul, dem Protagonisten in meinem Buch. Wenn man weit unten ist und man so ziemlich alles verliert, dann kommen die wirklich ernsten Fragen des Lebens auf einen zu. Warum passiert mir das? Wie wird es jetzt weitergehen? Auf wen oder was kann man noch bauen? Vor allem die letzte Frage sollte man sich öfter im Leben stellen, nicht nur wenn es einem richtig dreckig geht“. Für den heute 50-Jährigen war die Antwort klar: auf seine Frau, mit der er auf 35 gemeinsame Jahre zurückblicken kann und mit der er eine erwachsene Tochter hat. Aber auch auf ein paar enge Freunde konnte er bauen. „Dass ich mich immer auf meine Familie verlassen konnte, macht mich unendlich dankbar“. Aber auch auf seinen Glauben vertraute er. Den Glauben daran, dass alles irgendeinen Sinn haben würde, an Gott und schließlich an die eigene Kraft. „Dieses Urvertrauen in sich selbst ist gerade in Krisenzeiten (über)lebenswichtig“, meint er mit etwas nachdenklichem Blick.

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Das Schreiben. Martin Matheo sagt von sich selbst „ein relativ klar strukturierter Mensch“ zu sein. „Aber dieses Buch zu schreiben, konnte ich nicht einschätzen. Mehr als ein Jahr lang habe ich mit meiner ganzen Freude und Kraft daran gearbeitet, ohne zu ahnen, was daraus wird. Ich wusste es einfach nicht. Natürlich wurden beim Schreiben auch alte Wunden aufgerissen, aber der Blickwinkel hat sich verändert. Ich hatte einfach den Wunsch, eine Geschichte zu erzählen, die spannend unterhält, aber trotzdem zum Nachdenken anregt. Einfach und ehrlich in moderner Sprache geschrieben und für alle verständlich. Einfach Themen, die uns alle betreffen zu beleuchten. Wie Selbstliebe, die wahre Liebe oder die Vergebung“. Der Erfolg des Erstlingswerkes hat den  Autor motiviert. So schreibt er bereits an einem weiteren Buch. Darf man schon etwas verraten? „Es wird wieder ein Roman. Eine unterhaltsame Story über unser heutiges modernes Leben gewürzt mit einer ordentlichen Portion Tiefgang“. Ein Exemplar seiner „Sehnsuchtswege“ hat der ehemals lernfaule Schüler übrigens an seinen damaligen Deutschprofessor am Gymnasium geschickt. „Er hat sich echt gefreut und sich sogar noch an mich erinnert“.

Eine ausführliche Leseprobe der Sehnsuchtswege finden Sie auf:
www.martinmatheo.com

Die NIEDERÖSTERREICHERIN verlost exklusiv fünf Exemplare der „Sehnsuchtswege“. Das Gewinnspiel finden Sie hier. Teilnahmeschluss ist der 26.02.2018