Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 15.07.2016

Iva Schell im Baby-Glück

Mit ihrem neuen Lebenspartner Kari Noé erwartet Iva Schell im September ihr erstes Kind. Die NIEDERÖSTERREICHERIN traf die Sängerin in Baden zum exklusiven Baby-Talk.

Bild 42.iva schell.jpg
Zu zweit auf der Bühne. Das Baby strampelt schon kräftig mit. (© Melly Melchior)

Die gefeierte Sopranistin (37) betritt die Bühne des Casino Baden, verführt mit ihrem gefühlvollen „Somewhere Over the Rainbow“ ihr Publikum zum Träumen, um es dann mit Melodien aus dem „Weißen Rössl“ in eine heile-Welt-schwangere Gegenwart zurückzuholen. Die Tochter des Ulmer Chefarztes Daniel Nenad Mihanovic und dessen Frau Brigitte ist nämlich nach dem Studium des klassischen Gesangs und einer Tanzausbildung einfach in die Genres Operette und Musical „hineingerutscht“ – bald schon, nachdem sie mit ihrem großartigen Bühnendebüt als Papagena in Mozarts „Zauberflöte“ am Ulmer Theater brillierte. „Ich bin einfach der Typ fürs Lustige und die Gute-Laune-Musik“, sagt sie, und begeistert dennoch bis heute auch in Oper und Oratorium.

Im Jahr 2007 lernt sie bei einem Engagement in Mörbisch den um 47 Jahre älteren Maximilian Schell kennen – und lieben. Eine glückliche Fügung des Schicksals. Denn auch der vielfach international ausgezeichnete Schauspieler und begnadete Opernregisseur wandte sich ausgerechnet auf den Brettern der Seebühne erstmals der Operette zu und inszenierte Johann Strauss’ „Wiener Blut“. Es folgten sechs Jahre glückliche Beziehung, die Hochzeit im August 2013, und dann – nach nur einem halben Jahr Ehe – der plötzliche Tod des Oscar-Preisträgers an einer Sepsis. Monatelang zieht sich die junge Witwe auf den 1.400 Meter hoch gelegenen Berhof der Schells in Preitenegg zurück, bis sie im vorigen Herbst bei einer Familienfeier den Grazer Immobilienmakler Kari Noé (47) trifft – den Sohn von Maximilian Schells Cousin Karl. Eine Begegnung, die ihrem Leben wieder eine glückliche Wende gibt. Nun erwarten die beiden im Herbst ein Kind – ein Glück, das ihr mit Maximilian Schell versagt blieb. Ob eine Hochzeit geplant ist? Nein, denn Iva ist keine Frau voreiliger Entschlüsse. Vorerst ist einmal nur die Freude auf die Geburt angesagt. Die Geburt eines Kindes, dem wohl die Musik in die Wiege gelegt wird, denn Iva ist nicht nur eine begnadete Sängerin, sie spielt auch perfekt Klavier, und Karis Großmutter, Elisabeth Noé von Nordberg, eine Schülerin Anton Bruckners, war eine berühmte Harfenistin.

NIEDERÖSTERREICHERIN: Frau Schell, wie geht es Ihnen?

Iva Schell: Sehr gut, ich freue mich wahnsinnig, bin neugierig und gespannt, wie das mit dem Baby alles so werden wird …

In welcher Schwangerschaftswoche sind Sie jetzt?

In der 25., also bleiben uns noch spannende 15 bis 16 Wochen übrig (lacht).

Denken Sie in stillen Momenten darüber nach, was wohl Ihr verstorbener Ehemann Maximilian Schell zu Ihrem neuen Glück sagen würde?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass, könnte man ihn fragen, er sagen würde: „Es freut mich, sie glücklich zu sehen, es freut mich, dass ein Kind kommt, welches auf der Alm heranwachsen kann und wieder fröhliches Kinderlachen dorthin zurückbringt.“ Darüber hinaus würde er es zusätzlich als schön empfinden, dass dieses Kind aus seiner Familie kommt. Es ist immerhin noch ganz entfernt mit ihm verwandt, und wird als Ururenkel seines so sehr geliebten Großvaters somit ein Teil des Ganzen sein. Am glücklichsten würde ihn aber machen, mich wieder glücklich zu sehen. Er hat es mir so oft gewünscht und es mir auch immer wieder gesagt. Wenn es das Schicksal anders herum gewollt hätte, würde ich es genauso wollen – für ihn.

Im Duett mit Peter Grimberg
Bild 43.iva schell+peter grimberg.jpg
(© Melly Melchior)
Bild 44.iva schell+peter grimberg.jpg
(© Melly Melchior)
Bild 45.iva schell+peter grimberg.jpg
(© Melly Melchior)

Als Sie nach einer schweren Zeit, nämlich die letzten zwei Jahre nach dem Tod Ihres Mannes, Ihre neue Beziehung öffentlich gemacht haben, gab es auch Querschläge einiger Personen, die von den Medien aufgenommen wurden. Wie sehr hat Sie das verletzt?

Seit ich mit Maximilian zusammen war, bin ich daran gewöhnt, dass alles was ich mache, alles, was im Zusammenhang mit Maximilian steht und stand, immer von beiden Seiten beleuchtet wird. Es gibt immer Meinungen in die eine sowie in die andere Richtung. Ich denke mir, es kann jeder für sich entscheiden, wie er es sehen möchte. Wenn sich jemand mit mir freut, dann freut es mich natürlich, und wenn sich jemand nicht freuen kann – so kann ich es auch nicht ändern. Ich freue mich auf jeden Fall, dass mir dieses Glück noch geschenkt wurde.

Wird das Baby auf der Alm aufwachsen?

Ja, auf der Alm und in Graz. Ich denke, wir werden immer ein bisschen pendeln (lacht).

Mit Ihrem Lebenspartner Kari Noé?

Auf jeden Fall! Wir sind Vater und Mutter und wollen unserem Kind ein liebevolles Zuhause schenken und darauf achten, dass es das Baby schön hat. Wir bauen gerade an einem gemeinsamen Nest – damit wir ihm einen guten Start ins Leben geben können.

 

„Maximilian würde es freuen, dass unser Kind auf der Alm aufwachsen wird.“

- Iva Schell

Bild RAUNIG04.jpg
In der Babypause möchte sich Iva Schell verstärkt als Botschafterin des Hermann-Gmeiner-Zentrums, SOS-Kinderdorf Moosburg und der Bildungswelt Maximilian Schell in Wolfsberg widmen. (© Daniel Raunig / Publicphoto)

Sie sind ja als vielgefragte Sängerin viel unterwegs – auch für längere Zeiträume. Wie wird sich das als Working Mom in Zukunft mit dem Baby ausgehen?

Bei vielen Kolleginnen sehe ich, dass sich das ganz gut ausgeht. Vorerst pausiere ich natürlich mal, möchte aber im Jänner 2017 schon wieder die ersten Konzerte geben. Dafür habe ich auch auf beiden Seiten ganz tolle Großeltern. Sowohl meine Eltern als auch die von Kari werden uns viel helfen. Außerdem hat unser Kind ja bereits eine Schwester, denn Kari hat eine Tochter aus einer früheren Beziehung. Sie ist bereits 19 Jahre alt und hat uns schon gesagt, dass sie sich, wann immer sie kann, auch um unser Kind kümmern will. Es ist für uns alle sehr schön, dass ich ein ganz ausgezeichnetes Verhältnis zu ihr habe. Also Großeltern, Tanten und Onkel – alles ist da. Ich denke, wir kriegen das bestens organisiert.

Viele Sängerinnen berichten, dass sich ihre Stimme bzw. die Tontiefe im Laufe der Schwangerschaft durch die Hormoneinwirkungen verändert habe ...

Ja, das stimmt! Auch meine Stimme hat sich schon ein bisschen verändert, weil natürlich viel mehr Emotionen dazu kommen. Momentan stehe ich ja nicht alleine auf der Bühne, denn mein kleines Kind ist ja immer dabei und strampelt schon kräftig mit. Das ist ein so wunderbares Gefühl, welches meiner Stimme eine gewisse Wärme gibt, von der ich hoffe, dass sie auch nach der Geburt erhalten bleibt. Also, ich denke mal, das alles kann sich nur positiv entwickeln.

Bild RAUNIG01.jpg
Hochzeit in Preitenegg Maximilian Schell verstarb nur ein halbes Jahr danach, am 1. Februar 2014, an einer Sepsis. (© Daniel Raunig / Publicphoto)

Sie wissen schon, ob es ein Mädchen oder ein Bub wird. Alle Wünsche erfüllt?

(Lacht) Auf jeden Fall! Gewünscht haben wir uns ja eigentlich nur ein gesundes Kind, und das ist es – Gott sei Dank. Und wegen des Geschlechtes – also ich freue mich über das, was es ist, aber ich hätte mich genauso auf das andere gefreut. Im Moment wollen wir dieses Geheimnis aber noch für uns behalten …

Der voraussichtliche Geburtstermin ist der 13. September. Wo werden Sie entbinden?

Voraussichtlich in Graz …

Iva, was wünschen Sie sich für Ihr ungeborenes Kind?

Dass es in eine ganz glückliche Welt kommt, dass es eine tolle Zukunft vor sich hat, dass es geliebt wird – und diese Liebe auch weiterschenken kann. Alles in allem, dass unser Kind ein ganz schönes Leben vor sich hat. Was ich dazu beitragen kann, werde ich, besser gesagt, werden Kari und ich, aus vollem Herzen tun.

Bild 01-Gala Baden Angelica.jpg
Im Exklusiv-Talk mit Angelica Pral-Haidbauer (© Melly Melchior))