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People | 31.10.2018

Im Blitzinterview

Ihre Produkte wollen seit fünf Jahrzehnten hoch hinaus: Warum Maria- Luise Fonatsch, Chefin über moderne Maste aus Melk und „Unternehmerin des Jahres 2018“ auf ihr Bauchgefühl hört und sich auch sozial engagiert.

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"Lebt Eure Träume und habt Mut!" – das rät die preisgekrönte Betriebschefin Maria-Luise Fonatsch ihren Töchtern (© Daniela Matejschek)

 

Von der Straßenbeleuchtung über die Ampel bis hin zum Flutlicht: Die Produkte des vor mehr als 50 Jahren vom Vater gegründeten Familienunternehmens Fonatsch in Melk erhellen viele Lebensbereiche. An der Spitze steht heute Maria-Luise Fonatsch.

NIEDERÖSTERREICHERIN: Sie haben 2011 das Familienunternehmen übernommen. Wie gelang der Generationenwechsel?

Maria-Luise Fonatsch: Durch meine langjährige Mitarbeit im Unternehmen war der Wechsel unproblematisch. Ich kannte mein Team und habe mit dem Firmenneubau den Wechsel für alle sichtbar gemacht.

Neu ist seit meiner Übernahme …  das Firmengebäude und die Produktionshallen; zudem habe ich das Audit Familie und Beruf eingeführt.

Mein Bruder Markus ist … Produktionsleiter im Unternehmen.

Meine Agenden Finanzen, Marketing und Personal sind … meine Kernkompetenzen. Ich bringe mich aber auch in Innovationen ein.

„Unternehmerin des Jahres 2018“, die Auszeichnung von WKO und Presse, ist für mich … die Anerkennung unserer Tätigkeit im Team, ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Das ist mein Erfolgsgeheimnis … Mein Bauchgefühl hat mich noch nie im Stich gelassen. Außerdem darf ich auf mein Team zählen; jeder trägt ein wichtiges Puzzlestück bei.

Das wollte ich als Kind werden … Boutiquebesitzerin.

Das wünsche ich meinen erwachsenen Töchtern Caroline und Marlene …

Bleibt neugierig auf das Leben, auf die Menschen und auf alles, was um euch herum passiert! Lebt eure Träume! Habt Mut, Ja zu sagen, wenn ihr Ja sagen möchtet und Nein, wenn dieses Nein wichtig für euch ist.

Ich engagiere mich sozial, weil … es vielen nicht so gut geht wie uns und wir sowohl finanziell, aber auch vor allem mit persönlichem Tun einen Beitrag leisten können. Ich unterstütze das Projekt Saniob (Waisenhaus in Rumänien, Anm.) unter der Schirmherrschaft von Abt Georg Wilfinger vom Stift Melk und bin eine Soroptimistin.

So beginnt mein Tag … mit einem guten Frühstück.

So endet er … meist spät.

Das ärgert mich … Unpünktlichkeit.

Das freut mich besonders … Wenn ich die „Welt“, zum Beispiel die der Kinder in Saniob, ein klein wenig besser machen kann.

Wenn ich Kraft tanken möchte, … gehe ich in die Natur und genieße die tolle Landschaft bei uns an der Donau.

Mein letzter Urlaub war … ein Wanderurlaub im Salzkammergut.

Dieses Buch hatte ich dabei … „Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte. Eine Parabel vom Glück“ von Robin S. Sharma.

Meine Zukunftsvision … Ich will stets auf die Zukunft vorbereitet sein, sie nicht als gegeben hinnehmen, sondern sie mitgestalten – privat und beruflich.