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People | 28.11.2018

Wordrap

Vielseitige Pädagogin, Künstlerin und dreifache Mutter: Wie sich Ingeborg Machacek in der Pension ihren Jugendtraum verwirklichte und zur Designerin avancierte.

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SIE LEBT KREATIVE FREIHEIT. Es gibt kaum eine Technik, die sie nicht beherrscht, kaum ein Material, das „sicher“ ist vor ihr: die Neo-Designerin Ingeborg Machacek.

Den Brillantring trägt sie heute noch. Er war in jungen Jahren die Belohnung bei einem „Nadelprinzessin“-Wettbewerb des legendären Magazins Burda. Der Ring blieb das Symbol für eine Vision, die Ingeborg Machacek niemals aufgab.

Drei Kinder adoptierte und zog die Pädagogin und spätere Bezirksschulinspektorin mit ihrem Mann groß. Kreatives Schaffen spielte stets eine große Rolle in ihrem Leben; die Palette reichte von Silberschmieden über Afrikanisches Weben bis hin zum Seidenmalen. „Als ich in Pension ging, erfüllte ich mir meinen Jugendtraum und studierte Mode und Design an einer italienischen Akademie in Wien“, strahlt sie. Kürzlich übersiedelte sie nach Stripfing, wo sie mit „I-ART and FASHION“ ihr eigenes Kunst- und Modestudio eröffnete. Wir baten Ingeborg Machacek zum Blitzinterview.

Der Labelname bedeutet …

„I-ART and FASHION“ steht für Ingeborg und meine Vision, Kunst und Mode kreativ zu verbinden. Meine Liebe zu verschiedenen Materialien und Techniken soll zum Ausdruck kommen. Ich entwerfe eigene Modelle, bemale Stoffe, kombiniere unterschiedliche Materialien – vorzugsweise Leder  und Spitze – zu tragbaren und leistbaren Unikaten  für Damen, Herren und Kinder.  Dabei lege ich großen Wert auf Qualität, Originalität  und die Verwirklichung von Kundenideen.

Mode ist … eine Form des Ausdrucks der Individualität. Sie spiegelt den Menschen wider, der sie trägt.

Frausein bedeutet für mich, … unterschiedliche Rollen zu erfüllen und dabei auf die eigenen Begabungen und Wünsche nicht zu vergessen. Mein Werdegang zeigt, dass es nie zu spät ist, mit etwas Neuem zu beginnen.

Inspiration schöpfe ich … aus der Verknüpfung verschiedenster Eindrücke im Alltag. Selten weiß ich am Beginn eines Projektes, wie das Ergebnis aussehen wird. Vielmehr ist es ein Prozess, in dessen Verlauf immer neue Ideen etwas Spezielles entstehen lassen.

Diese Eigenschaft mag ich an mir …

Meine Kreativität in Verbindung mit einer sozialen Einstellung und das Bemühen, möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, dass künstlerisches Schaffen dabei hilft, den Selbstwert zu steigern und schwierige Situationen zu meistern.

Mein Handy liegt nachts … neben mir am Nachtkästchen. Ich bin begeisterte Konsumentin einer Online-Bibliothek, die mir  jede Art von Literatur zum Lesen und Hören ermöglicht.

Wenn ich Energie tanken will … buche ich eine Reise – vorzugsweise eine Kreuzfahrt in die Karibik. Die Sonne und die Lebensfreude der Menschen bewirken immer wieder einen Kraft- und Kreativitätsschub. Ich bummle durch die kleinen Läden und lasse mich durch die Ideenvielfalt begeistern.

Der schönste Ort ist 

Ich liebe den Blick aus dem Fenster meines Malzimmers in Stripfing – in die Weite der Wiesen und Felder des Weinviertels. 

Ein peinliches Hoppala, über das ich heute lachen kann …

Das hängt mit meiner mangelhaften Orientierungsfähigkeit zusammen. So kam es, dass ich einmal eine Schule zum Zwecke der Inspektion nicht finden konnte. Ein Briefträger erlöste mich aus der verzwickten Situation.

Meine Zukunftsvision ist, … die Welt noch viele Jahre gesund, kreativ und aktiv mit meinen Ideen bereichern zu dürfen.