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People | 15.01.2019

Wordrap

Ihre Familie und Yoga sind ihr Lebenselixier. Eine Ingredienz ihres Erfolges: Dem Klientel auf Augenhöhe begegnen, juristische Fachbegriffe verständlich machen. Die Notarin Christiane Seyr-Recht im Blitzinterview.

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PERSPEKTIVENWECHSEL. Wichtig ist der Notarin Christiane Seyr-Recht die Fähigkeit, sich in andere hineinversetzen zu können. (© katsey.org)

"Ich halte mir immer vor Augen, wie ich selbst mir Erklärungen von Ärzten oder Mechanikern wünsche“, sagt Christiane Seyr-Recht mit einem Augenzwinkern. Niemand soll die Kanzlei in Korneuburg mit Fragezeichen im Kopf verlassen müssen, das liegt der Notarin auf dem Herzen. 

Wieso haben Sie sich für das Jus-Studium entschieden?

Weil ich davon ausgegangen bin, dass einige der juristischen Berufe meinen Fähigkeiten entsprechen könnten.

Sie sind heute Notarin in Korneuburg; was mögen Sie an Ihrem Beruf?

Ich habe gerne mit Leuten zu tun und vermittle vor allem gerne zwischen unterschiedlichen Interessen. 

Worin liegt für Sie die Herausforderung?

Ich erfahre zum Teil sehr traurige Lebensgeschichten. Umso mehr bemühe ich mich, juristische Rahmenbedingungen so verständlich wie möglich zu erklären.

Wieso wählten Sie Psychologie als Wahlfach?

Ich hatte sogar kurz überlegt Psychologie zu studieren, dann aber beim Vergleichen mit einer Psychologie studierenden Freundin den Eindruck, dass meine Studieninhalte die für mich interessanteren sind.

Ihre Tätigkeit ist sehr vielfältig; gibt es ein Feld, das Ihnen besonders wichtig ist?

Wahrscheinlich das Familienrecht im weitesten Sinn: beispielsweise Übergaben an die nächste Generation, Vorsorge für den Todes- oder Krankheitsfall und Partnerschaftsverträge.

Welche Charaktereigenschaften mögen Sie an sich selbst?

Mich in andere Menschen gut hineinversetzen zu können.

… welche weniger?

Meine Ungeduld.

Sie sind zweifache Mutter und verheiratet; Kinder und Haushalt – wie läuft das bei Ihnen?

Mein Mann war jahrelang teilzeitbeschäftigt und kümmert sich sehr um unsere Kinder. Was den Haushalt betrifft, ist es oft notwendig, den Perfektionismus vor der eigenen Haustür enden zu lassen.

Was liegt Ihnen bei der Erziehung besonders am Herzen?

Dass meine Kinder einen guten Platz in der Gesellschaft finden – für sich und die anderen.

Frausein bedeutet für mich, … mich immer noch manchmal zerrissen zu fühlen, zwischen all den Ansprüchen, die ich an mich stelle.

Das ärgert mich … Engstirnigkeit.

Das freut mich … positives Feedback.

So beginnt mein Tag … mit einem gemeinsamen Frühstück mit meiner Familie.

So geht er zu Ende … mit dem Versuch noch zu lesen, wobei ich dabei oft mit einem Buch oder der Zeitung auf der Nase einschlafe.

Kraft tanke ich … mit Yoga und einem guten Essen mit meiner Familie.

So blicke ich in die Zukunft …

Mit Freude auf meine weitere Tätigkeit als Notarin.