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People | 04.04.2019

Stimmgewaltig

Sympathisch, attraktiv, Wahnsinnsstimme: Nach „The Voice“ startet der Mostviertler Alex Eder fulminant durch. Wir trafen den Stargast der "Musical Mamis & Papis" zum Interview. Die Show geht am 10. April 2019 über die Bühne.

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(© Viktória Kery-Erdélyi

Als der Vorhang fiel, war Yvonne Catterfeld verblüfft

Wer das verpasst hat, sollte YouTube bemühen (Stichwort-Suche: The Voice, Alex Eder). Wobei mit dem Foto von dem attraktiven jungen Mann anbei die Überraschung etwas vorweggenommen ist. Dennoch: Schon der erstaunte Gesichtsausdruck der prominenten „The Voice of Germany“-Jury mit Yvonne Catterfeld, Fanta Vier und Co. spricht Bände.

Alex Eder aus Neuhofen an der Ybbs ist ein sogenannter „Vorhang-Kandidat“ bei der Fernseh-Castingshow im Vorjahr. Das bedeutet: Sein Antlitz bleibt vorerst sowohl Publikum als auch Jury verborgen. Dann erklingt eine Stimme, die sofort an Legenden wie Elvis oder Johnny Cash erinnert. Als wäre das nicht verblüffend genug, fällt schließlich der Vorhang – und dahinter steht ein 19 Jahre junger, schöner Herr von 1,87 Meter Größe und mit bestechendem Charme.

Wie mag er wohl im „echten“ Leben sein? Die Location fürs Interview darf er sich aussuchen. Er wählt ein John Harris-Fitnessstudio in Wien. Klar, von nix kommt nix. „Ich werde hier jetzt eine Art Testimonial“, sagt Alex Eder ohne einen Hauch von Arroganz. Er ignoriert es während dem Gespräch höflich, aber sein Smartphone geht über. Kein Wunder, allein auf Instagram hat er – bis zum Drucktermin dieses Magazins – mehr als 45.000 Follower. Tendenz steigend.

The Voice. Der Mostviertler schafft es weit bei der Castingshow, bis zum Viertelfinale. Weit genug, um seine Bekanntheit anzukurbeln und sein Netzwerk auszubauen. Wenige Monate später steht Alex Eder bereits im Aufnahmestudio – für den ersten eigenen Song.

Dabei fing seine Laufbahn fast ein bisschen unfreiwillig komisch an. Seine auffallend tiefe Stimme bereitete so manchem Familienmitglied sogar Kopfzerbrechen. „Mein Großvater hat gesagt: Geht mal mit dem Kind zum HNO-Arzt.“, erinnert sich Alex Eder lachend zurück.

Er folgt aber lieber seinem älteren Bruder, seinem engsten Vertrauten, ans BORG nach St. Pölten. Während der Ältere seine Berufung in der Mathematik findet, liebäugelt Alex Eder schon seit der Musikhauptschule mit dem Rampenlicht. „Wir hatten dort einen richtig guten Musiklehrer, er war wie ein Mentor.“ Mehr noch, schon mit zwölf Jahren tritt er beim Haager Theatersommer in einer Hauptrolle auf. „Ich wollte Schauspieler werden“, sagt Alex Eder. Ein prominenter Profi namens Gregor Bloéb bestätigt ihm schon damals in Haag Talent.

 

 

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Mit Band: The Unique Corns

Zwischen Rap und Oper

Alex Eder spielt Trompete, Schlagzeug und Gitarre, als Jugendlicher gründet er mit Freunden die „Neuhofner Rap Connection“. Dort liegt der Fokus auf Sprechgesang, noch ist seine Stimme nicht „ausgereift“. Das ändert sich hingegen nach der sechsten Klasse am BORG schlagartig; im Musical „The Sound of Music“ ergattert er schließlich sogar die Hauptrolle. „Mir haben einige Lehrer gesagt, dass meine Stimme für die Oper geeignet wäre. Ich habe mich gefreut und geehrt gefühlt, aber es war nicht ganz das, was ich tun wollte“, gibt Alex Eder zu. Nach der Matura folgt das Bundesheer. „Da sagt mir eine Freundin: Bewirb dich doch bei ,The Voice‘.“ Alex Eder fackelte nicht lange, vor allem aus Spaß meldet er sich an. Fast denkt er nicht mehr darüber nach und bereitet sich schon für eine Aufnahmeprüfung am Max Reinhardt-Seminar vor, da läutet sein Handy – und er wird nach Deutschland zum Casting geladen.

Es folgen mehrere Runden in München, weitere in Berlin. Bis Alex Eder eines besagten Tages im „The Voice of Germany“-Studio hinter dem Vorhang steht. Nach dem spektakulären Einstand läuft es wochenlang gut für den Niederösterreicher, bis er letztlich ausscheidet. „Ich hatte so viele Freundschaften geschlossen, es war sehr emotional. Als es vorbei war, war das natürlich eine Enttäuschung“, seufzt Alex Eder, der sich dennoch nicht vom Weg abbringen ließ. „,The Voice‘ war für mich ein großer Glücksmoment, den ich nie vergessen werde.“

Mentaltraining. Die Musikbranche hält freilich nicht nur Sonnenseiten parat. Zugute dürfte ihm sein offenbar ausgeglichenes Gemüt kommen, an dem sowohl er als auch sein Bruder via Mentaltraining bewusst feilen. Zu seinen täglichen Ritualen gehört auch das Meditieren inklusive Visualisieren. 

Ebendas stärkt ihn für seine Auftritte, „ich bin da eher nicht nervös, sondern vielmehr euphorisch aufgeregt.“ Dafür gab es in den vergangenen Monaten auch jede Menge Gelegenheiten wie etwa beim Nightrace in Schladming. „Ich nütze jede Chance“, sagt Alex Eder, der nicht zuletzt seinen Eltern dankbar für die vielen mit ihm gefahrenen Kilometer und die Unterstützung ist. Vorbilder hat der junge Künstler auch: Robbie Williams und Andreas Gabalier heißen sie. 

Der neue Song ist übrigens quasi in der Pipeline: Er soll im April veröffentlicht werden.  

www.alexanderedermusic.com

 


Special Guest bei Benefiz-Gala 

Musical Mamis & Papis. Seit Jahren erfolgreich ist die Benefiz-Gala „Musical Mamis“ im Wiener Metropol (Hernalser Hauptstr. 55). Das von Suzanne Carey und Petra Kreuzer organisierte Event erweitert sein Repertoire: Heuer sind am 10. April um 20 Uhr auch „Musical Papis“ dabei. Zu Monika Ballwein, Caroline Vasicek, Marika Lichter und anderen gesellen sich etwa Gebrüder Moped sowie Gernot & Reinwald Kranner. „The Voice of Germany“-Star Alex Eder ist Special Guest. Die Benefiz-Gala wird der Einrichtung YoungMum am St. Josef Krankenhaus Wien Hitzing bzw. schwangeren Teenagern gewidmet.

Tickethotline: 01 / 407 77 407, € 30.