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People | 23.04.2019

Wordrap

Als Kind wollte sie Stewardess oder Gastwirtin werden. Wie Manuela Wildeis beide Visionen verwirklichte.

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(© Emil Jovanov) ALLES NEU. Zum 40-jährigen Bestehen erstrahlt das Vier-Sterne-Haus Kirchenwirt in Weißenkirchen in neuem Glanz, erzählt Manuela Wildeis.

Sie reiste jahrelang als Flugbegleiterin durch die Welt, 2002 tauschte sie die Wolken gegen die Wachau. Als zweifache Mutter stieg sie in den elterlichen Betrieb ein, 2013 übernahm Manuela Wildeis den Kirchenwirt in Weißenkirchen. Im Jubiläumsjahr baten wir die sympathische Gastronomin zum Blitzinterview.


40 Jahre Kirchenwirt in Weißenkirchen. Wie feiern Sie?
Wir lassen den Betrieb in neuem Glanz erstrahlen, haben erweitert und bieten nun 43 Zimmer in vier Renaissancehäusern an. Wir planen zum Jubiläum einen Tag der offenen Tür.


Sie hatten wegen Umbau geschlossen. Was ist neu?
Wir sind im Weltkulturerbe Wachau, in einem Ambiente mit Renaissancehäusern. Das bedeutete für uns zwei Jahre Projektierungsphase: für die Erneuerung der Küche und der Gaststuben sowie ein neues, zum historischen Kern passendes Rezeptionsgebäude mit Frühstücksbuffet, Weinpräsentationskeller und Lift für einen barrierefreien Zugang. Zusätzlich haben wir die Terrasse in Richtung Donau erweitert und der Hotelgarten wird mit Rosenpavillon, Natursteinmauern und Relaxliegen bereichert.


Seit Kurzem ist Ihr Mann mit an Bord. Wie funktionieren Sie als Team?
Er unterstützt mich schon die letzten Jahre intensiv, trotz seiner bisherigen 60-Stunden-Managementtätigkeit. Wir haben schließlich gemeinsam entschieden, dass auch er sich – zur Weiterentwicklung des „Kirchenwirts“ – voll und ganz dem Familienbetrieb  widmet. Es ist eine Herausforderung, die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben zu finden. Ich denke aber, das gelingt uns ganz gut; dazu braucht es geregelte Zuständigkeiten.


… und das Geheimnis Ihrer Ehe?
Wir ergänzen uns bestens. Im Sommer bleibt wenig Zeit für die Familie, dafür gestalten wir den Winter intensiver. Wichtig ist, positiv und respektvoll zu kommunizieren.


Wie gelingt Ihnen der Spagat zwischen Arbeit, Familie und Co.?
Die Gäste erwarten viel Aufmerksamkeit und die Familie braucht auch ihre Mutter. Das ist oft wirklich sehr schwierig zu meistern. Wichtig dabei ist, die Balance im Auge zu haben.  


Mein Credo ist … In der Ruhe liegt die Kraft.
Was ich gar nicht mag … Streiten, Disharmonie und Unehrlichkeit.
Das wollte ich als Kind werden … Flugbegleiterin oder Gastwirtin.
Das schönste Kompliment von Gästen ist, … wenn sie zufrieden waren, unsere Stammgäste werden und unser Team loben.
Das habe ich von Mama gelernt … Durchhalten! Selbst, wenn ein Arbeitstag 14 oder mehr Stunden dauert.
Ich wünsche mir für meine Kinder, dass … sie glücklich und zufrieden sind und sich realistische Ziele setzen.
Ich bin als Chefin … fordernd, aber gerecht. Ich schaue auch auf Details.
Meine Stress-Strategie ist,  … eines nach dem anderen erledigen und versuchen, schnelle Entscheidungen zu treffen. Langes Nachdenken ist kein Garant für eine gute Lösung.
Wenn ich Energie tanken will … gehe ich eine Runde am Weißenkirchner Panoramaweg oder fahre mit dem Rad entlang der Donau.
In zehn Jahren möchte ich … trotz Digitalisierung unsere Gäste persönlich kennen. Kommunikation soll bei uns einen hohen Stellenwert behalten. Wir wollen Modernes mit der Tradition in Einklang bringen und stets unseren Wurzeln treu bleiben.