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People | 27.05.2019

Wordrap: Yeliz Zwinz

Ihr Credo: „Keinen Fehler macht nur der, der nichts tut.“ Wie Vollblutgastronomin Yeliz Zwinz ihre bald sieben Lokale in St. Pölten unter einen Hut bringt.

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(© www.Foto-kaltenberger.com) MAMA UND SOHN. Dass Klaus-Mert Deutsch und Türkisch spricht, ist sowohl Yeliz Zwinz als auch ihrem Mann ein Herzensanliegen.

So klar wie der Himmel im Sommer über die türkischen Prinzeninseln war Yeliz Zwinz schon in jungen Jahren, dass sie in die Fußstapfen ihrer Familie treten möchte. Ebendort widmete sich diese bereits in den 1970ern der Gastronomie. Heute lebt Yeliz Zwinz in St. Pölten und eröffnet – mit ihrem Mann Klaus – demnächst Lokal Nummer sieben und acht. Die Vollblutgastronomin im Blitztalk.

Wie war Ihr Gastronomie-Start?
Wir haben mit der Familie vor 15 Jahren in Tulln einen kleinen Imbiss mit Zustellservice aufgebaut. Heute führt diesen mein Bruder.

Sie eröffnen in St. Pölten zwei neue Lokale, welche betreiben sie bis jetzt?
Im Einkaufszentrum Traisenpark sind es drei: Das italienische „Divino“, das österreichische Café-Restaurant „Mokka“ und im „Vamos“ servieren wir Mexikanisches und Burger. In der Aquacity betreiben wir die Saunabar sowie das Restaurant „Mokka“ und in der Innenstadt das traditionsreiche „Café Pusch“. 2019 kommen eine Italo-Bar und ein weiteres Lokal hinzu.

Sie sind Mutter eines achtjährigen Sohnes. Wie geht sich das alles aus?
Das ist alles nur eine Frage der Organisation. Aber ich will fair sein: Ohne unser Hauspersonal würde es nicht gehen. Zu kurz kommt mein Sohn aber sicher nicht; er und seine Erziehung liegen mir sehr am Herzen.

Sie wurden in der Türkei geboren. Erlebten Sie je auch Ressentiments?
Als Jugendliche wurde ich natürlich – wie auch andere Immigranten – zum Teil negativ abgestempelt. Aber die Mehrheit behandelte mich herzlich.

Sie sagen, Sie leben eine glückliche Multikulti-Ehe. Das Erfolgsgeheimnis?
Mein Mann ist Österreicher, kommt aus einer erfolgreichen Unternehmerfamilie und ist seit Jahren geschäftlich international tätig. Er ist ein weltoffener, an anderen Kulturen interessierter Mensch.

Welche Sprache spricht Ihr Sohn?
Klaus-Mert spricht Deutsch und Türkisch, das ist uns wichtig. Worauf wir bei seiner Erziehung außerdem wertlegen: auf Glaube, Menschlichkeit, soziale Kompetenz – und Bildung.

Sie beschäftigen in Ihren Lokalen 50 Menschen. Wie sind Sie als Chefin?
Wir haben klare Strukturen und ein Credo: „Keinen Fehler macht nur der, der nichts tut!“ Ich glaube, wir sind ein durchaus sozialer, fairer Arbeitgeber.

Wie gelingt es Ihnen abzuschalten?
Gar nicht. Wir sind ein typischer Unternehmerhaushalt: Privatleben und Geschäftsaktivitäten sind bei uns positiv eng verbunden.

Mich ärgern … Neid, Faulheit, Falschheit und Ignoranz.
Ich freue mich über … positives Denken und den Willen, etwas gestalten, aufbauen und im Team erfolgreich sein zu wollen.
Der schönste Ort ist dort, … wo die Menschen sind, die einen lieben.
Auf meinem Nachtkästchen liegt … mein Telefon.
Das schönste Lied ist … Frank Sinatras „My way“.
Das wünsche ich mir für die Zukunft: Gesundheit, weiterhin ein sehr glückliches Familienleben und natürlich auch wirtschaftliche Erfolge.