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People | 05.07.2019

Was für ein Theater!

25 Jahre Theaterfest Niederösterreich stehen für eine Vielzahl an mitreißenden Produktionen im Sommer: Im Jubiläumsjahr baten wir sieben starke Bühnenfrauen, deren kreatives Herz für Niederösterreich schlägt, zum persönlichen Interview. Die Storys findet Ihr in unserem Sommermagazin – sowie in den kommenden Wochen hier online. Wir starten mit: Dagmar Bernhard!

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Dagmar Bernhard (mitte) mit Peter Groißböck und Max Niemeyer in "Fly Me to the Moon" ((© Franz Gleiß)

Die Vielseitige

Nach ihrer großen Kinorolle in „Ein wilder Sommer – Die Wachausaga“ steht die Wieselburgerin Dagmar Bernhard in der Wachau­arena auf der Bühne. Sogar zweifach bei den Sommerspielen in Melk: in „Babylon“ (von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel, Regie: Alexander Hauer) und in „Fly Me to the Moon“ (von Rita Sereinig und Alexander Hauer, Regie: Alexander Hauer), bis 3. bzw. 14. August 2019.

 

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Streben nach Höherem. „Babylon“ – unter anderem mit Maxi Blaha und Dagmar Bernhard (© Daniela Matejschek)

NIEDERÖSTERREICHERIN: Die biblische Erzählung vom Turmbau zu Babel inspirierte für das Stück „Babylon“. Es geht hier aber weniger um das kollektive Scheitern oder um die Strafe, sondern  …

Dagmar Bernhard: ... darum, dass Menschen auch mal mit dem zufrieden sein und wertschätzen sollten, was sie haben. Habgier – und damit hat es Babylons König Emmerkar ordentlich zu tun –hat bis jetzt noch keinem Menschen etwas gebracht. Ihm schon gar nicht. Und es geht um Unsterblichkeit. Nur wie verhält es sich damit? Will man das wirklich? Wie würden Sie sich entscheiden? 

Sie spielen ebenso in der Musik­revue „Fly Me to the Moon“. Wen verkörpern Sie darin?

Ich spiele Josefine Wagner – eine Pizzabotin, die überall ihr neugieriges Näschen reinsteckt und dadurch zufällig auf den Mond geschossen wird. Dort bleiben sie und Kompagnon Armstrong aber nicht alleine …

Die erste Mondlandung fand vor genau 50 Jahren statt. Über welche Veränderung seither freuen Sie sich, welche ärgert Sie oder macht Sie traurig?

Für die Frau hat sich in der Zwischenzeit einiges getan und das ist gut so. Meiner Meinung nach kann aber noch mehr geschehen. In der Technik sind wir top … Wir kommen ohne sie heutzutage gar nicht zurecht. Aber das bringt auch Schattenseiten mit sich: Anstatt miteinander zu reden, be­flirten viele Menschen meist nur noch das Handy, dadurch bricht vieles weg, was sehr schade ist. Ich beobachte, dass Menschen immer weniger miteinander reden, auch weniger  Empathie zeigen. Glücklicherweise habe  ich noch ein gegenteiliges Umfeld und das freut mich! 

Sie sind Schauspielerin, Sängerin – und Comedian. Worüber scherzen Sie am liebsten?

Über mich selbst (schmunzelt).

Infos: www.wachaukulturmelk.at

Lest demnächst in Teil II über: Andrea Eckert!