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People | 06.08.2019

Der Shootingstar

Die 1997 in Purkersdorf geborene Alina Schaller war 2017 die jüngste Nestroynominierte jemals. In Litschau wird sie gleich in zwei Produktionen zu sehen sein. Die sympathische Aktrice im Interview.

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(© Anton Widauer) "one - to - three" HIN & WEG 2018



NIEDERÖSTERREICHERIN: Dem Autor Julian Schutting ist ein Schwerpunkt beim Festival gewidmet. In der szenischen Lesung von Schuttings Theaterstück „Das Los des Irdischen“, in dem es vor allem um das Vergessen geht, werden Sie am 18. August mit Christa und Kurt Schwertsik sowie mit Katharina Stemberger zu sehen sein. Was erwartet uns?
Alina Schaller: Ich freue mich schon sehr auf dieses einzigartige Stück! Eigentlich ist es eine Aneinanderreihung von Szenen, die sich mit dem Vergessen auseinandersetzen. Ich werde in mehreren Rollen zu sehen und zu hören sein – bei einer szenischen Lesung wird ja mit dem Textbuch in der Hand gespielt. Eine sehr schöne Variante um Stücke zu präsentieren. Beim Theaterfestival HIN & WEG passiert das Ganze dann auch noch an ungewöhnlichen, stimmungsvollen Orten. Soweit ich weiß, wird Festival-Intendant Zeno Stanek die Lesung selbst inszenieren, was ein humorvolles und tiefgreifendes Erlebnis garantiert ...

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(© Anton Widauer)

Im Stück „Eurostar“ von Barbara Kadletz und Ursula Knoll kehren Josef Roth und Stefan Zweig 2019 als Gespenster nach Europa zurück. Gemeinsam mit einer Literaturwissenschaftlerin und deren Praktikantin reisen sie im Eurostar von London nach Wien, und werden dabei mit einem Europa der Grenzregime und Sicherheitskontrollen konfrontiert. Wie geht es Ihnen angesichts dieser Realität beim Spielen?
Das Festival beschäftigt sich thematisch mit dem Begriff des Spiegels. Ich spüre, dass wir mit diesem Stück sehr unsere Gegenwart spiegeln, die oft mit einem übertrieben Sicherheitsempfinden und der Wiedererrichtung von Grenzen die Freiheit der Menschen beschränkt. Wie es mir dabei im Stück gehen wird, werden wir sehen – die Proben beginnen ja erst. Gespielt wird jedenfalls in einem Gerätedepot der Waldviertler Schmalspurbahn am Bahnhof in Litschau. Ich finde, dass ein Stück, welches sich mit Grenzen beschäftigt, ideal in die Grenzregion nach Litschau passt.

Gibt es schon fixe Pläne für den Herbst?
Ja, da werde ich in der nächsten Staffel im Hauptcast der „Vorstadtweiber“ die Alma spielen. Alma ist Teil einer neuen Familie, die von München nach Wien zieht und die Vorstadt ein wenig aufmischt. Es wird jedenfalls spannend ...

Infos:

Theaterfestival HIN & WEG
„Das Los des Irdischen“, Julian Schutting
„Eurostar“, Barbara Kadletz und Ursula Knoll
9. bis 18. August 2019

www.hinundweg.jetzt