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People | 10.04.2020

Was lernen wir daraus?

Regisseur und Autor Calle Fuhr bringt packende Online-Theaterserie namens "Encore": ROMY-Nominierte Alina Schaller gibt (vor der Handykamera) eine kämpferische Wissenschaftlerin.

Bild alina grosser.jpg
(© https://infamous.at/encore/)

Pointiert im Ausnahemzustand

Rehe spazieren durch verlassene Einkaufzentren, Delfine schwimmen in Häfen, der Smog "verschwindet", der Planet scheint aufzuatmen … So gerne möchte man glauben, dass die Coronavirus-Krise zumindest dazu führen kann, das Ruder bei der Klimakatastrophe umzureißen. Im Bezug auf die drastische Reduktion im Flugverkehr zitiert Die Zeit kürzlich Rob Jackson, den Vorsitzenden des Global Carbon Project, der sinngemäß sagt, dass Rückgänge sich nur dann signifikant auswirken, wenn sie zu einer langfristigen Verhaltensänderung führen.

Die Frage, die sich vorrangig Wissenschaftler*innen und Philosoph*innen stellen, die Frage, die wir uns alle stellen müssen ist: Was lernen wir aus der Krise?

Inmitten des Ausnahmezustands verblüfft Regisseur und Autor Calle Fuhr mit einem Kurzfilm, gedreht im Wienerwald, den wir auf Instagram entdeckt haben, und der das Thema kaum pointierter treffen könnte. Das Video ist Teil einer Art "Mini-Theaterserie" namens "Encore": Calle Fuhr schreibt dafür täglich einen Text, der über Videocall geprobt, übers Handy aufgenommen und am Ende des Tages auf Instagram veröffentlicht wird (alle Videos auf infamous.at). Dafür kooperiert er mit Schauspieler*innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Calle Fuhr: „Ich habe ENCORE ins Leben gerufen, um meinen Ängsten, Hoffnungen und Fragen einen kreativen Raum zu geben. Jede Folge ist zum einen der Versuch dem Chaos der Realität für einen Augenblick eine Form zu verleihen. Zum anderen und das ist wahrscheinlich das Wichtigste, kann ich so für ein paar Stunden der Realität entfliehen und das Gute ist: Ich bin dabei nicht allein.“

Für Episode 15 stand die in Purkersdorf aufgewachsene Schauspielerin Alina Schaller vor der Handykamera. Einmal mehr ist die junge Mimin einfach genial: Die zunächst nerdig wirkende Wissenschaftlerin – sie tänzelt witzig zwischen Streberin und Psycho – entpuppt sich als leidenschaftliche Kämpferin für den Planeten; das Lachen bleibt im Hals stecken und man muss lange über das Gesagte nachdenken … Seht selbst:

 

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Nominiert für die Romy

Über Alina Schaller gibt es aber auch sonst gerade viel Neues zu erzählen. So wurde die erst 22-jährige Schauspielerin, die bereits 2017 als "Bester Nachwuchs" für den Nestroypreis nominiert war, in den elitären Kreis der Romy-Nominierten aufgenommen: und zwar als "Bester Nachwuchs weiblich" für die Rolle der schwangeren Alma in der zuletzt gesendeten Staffel des ORF-Serienhits "Vorstadtweiber". "Ich freue mich sehr über die Nominierung, damit habe ich gar nicht gerechnet", sagt die sympathische Künstlerin, der die Aufmunterung wohl gerade jetzt gut tut. Aufgrund der Coronavirus-Krise musste der Dreh für den Kinofilm "Training" mit Regisseurin Clara Stern verschoben werden. Alina Schaller spielt darin eine Hauptrolle: die junge Eishockey-Spielerin Mira, die sich auf der Suche nach ihrer Identität auf ein gefährliches Spiel einlässt …

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Rockt Rampenlicht und Drehs: Alina Schaller (© Julia Dragosits)

Demnächst in Litschau

Die unfreiwillig gewonnene Freizeit nützt Alina Schaller nun fürs Training, aber auch um an einem besonderen Theaterprojekt weiterzutüfteln: Beim Festival "Hin & Weg" im Spätsommer in Litschau im Waldviertel gibt sie mit der Theatergruppe kollekTief das Stück "drüben", bei dem sich das Publikum quasi mitten im Geschehen wiederfinden wird … Demnächst im Fernsehen ist sie übrigens in einer Episode von "Soko Kitzbühel" zu sehen: als eine Profi-Tennisspielerin, deren Partner in einen Mord verwickelt ist.