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People | 02.03.2021

Wordrap

In einem Energiekonzern war Johanna Pommer als einzige Frau in der Technik tätig, im „Corona-Jahr“ übernahm sie den Familienbetrieb in St. Veit/Gölsen.

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Empathischer Kopfmensch. Johanna Pommer führt seit 2020 in vierter Generation Möbel Pommer. (© florap.com)

Sie ist 23 Jahre jung und bereits Chefin eines Traditionsunternehmens. Die charismatische HTL-Absolventin Johanna Pommer führt in vierter Generation Möbel Pommer in St. Veit an der Gölsen.

NIEDERÖSTERREICHERIN: Sie übernahmen 2020 das Familienunternehmen. Wie haben Sie das erlebt?
Ziemlich herausfordernd, aber auch sehr lehrreich und spannend. Besonders am Anfang des Jahres war es etwas turbulent, was sich dann zum Glück sehr schnell wieder verändert hat. Kurz gesagt: Ich würde mich rückblickend wieder dafür entscheiden.

Einige aus Ihrem Team kennen Sie seit Sie ein Baby waren. Wie beschreiben Sie Ihren Führungsstil?
Er ist von Empathie geprägt. Ich habe immer ein offenes Ohr für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dadurch kann man den Menschen „dahinter“ besser verstehen und auch motivieren.

Sie absolvierten die HTL Mödling für Bau- und Umwelttechnik. Wieso entschieden Sie sich für diesen Zweig?
Mir war klar, dass ich eine technische Ausbildung machen möchte. Ich habe mir verschiedene Abteilungen angesehen, die Umwelttechnik war mein Favorit: facettenreich mit unterschiedlichen Möglichkeiten. Ich wurde sehr gut auf die Berufswelt vorbereitet.

Sie waren als einzige Frau in der Technik für einen französischen Energiekonzern tätig. Wie gingen Sie damit um?
Ich hatte tolle Kollegen, die mich sehr gut aufgenommen haben, auch mein Chef hat mir sehr bei meiner Entwicklung geholfen. Trotzdem wollte ich schließlich in den Familienbetrieb zurück, um die Firma mit meinen jungen Ideen auf neue Wege zu führen.

Wie beschreiten Sie neue Wege?
Ich stelle hohe Anforderungen an mich, suche ich immer nach neuen Möglichkeiten, mich weiterzuentwickeln. Besonders schätze ich Gespräche mit meinen Mitmenschen, um Neues zu lernen und Ideen zu sammeln. Beständig bleibe ich in meinen Grundprinzipien Ehrlichkeit, Loyalität und Aufgeschlossenheit. Halt geben mir dabei mein Partner, meine Familie und enge Freunde. 

Wenn Sie entscheiden, was ist lauter: der Kopf oder der Bauch?
Ich bin eher ein Kopfmensch. Manchmal setzt sich das Bauchgefühl aber auch durch, vor allem bei persönlichen, emotionalen Entscheidungen.

Corona ausgeklammert, was ist verlockender: tanzen auf einem Festival oder ein gutes Buch auf der Couch?
Tanzen auf einem Festival. Darauf freu ich mich schon.

Wie wichtig ist Ihnen Humor?
Sehr! Ich versuche, mir meinen Humor auch in schwierigen Situationen zu erhalten. Menschen, die mich zum Lachen bringen, sind mir wichtig.

Wie beschreiben Sie Glück?
Sehr schwere Frage. Ich denke, dass ich in einer sehr glücklichen Position bin, da ich mir meine Träume verwirklichen kann und ein tolles Umfeld habe. Dankbarkeit für alles, was man hat, ist für mich der Schlüssel zum Glück.

Eine genussvolle Auszeit ist, wenn … ich ein gutes Achterl Rotwein mit meinem Partner genießen und dabei lange Gespräche mit ihm führen kann.

Wie ist Ihr Kühlschrank bestückt?
Ich koche unglaublich gerne. Nie fehlen darf ein guter Käse, frisches Gemüse und Milch für den Kaffee in der Früh.

Auf welche Frage hätten Sie nicht geantwortet?
Wie mein Tagesablauf am Festival aussehen würde. 

Drei Wünsche an die gute Fee … Gesundheit, familiärer Zusammenhalt und dass Corona endlich vorbei ist.