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People | 11.01.2022

Art of Vehicles

Möchte man sein Lieblingsvehikel als einzigartiges Kunststück in den Wohnraum holen, dann macht er diesen Wunsch wahr: Stefan Pfeiffenberger, ein kreativer Tüftler, der sich Benzinkopf nennt.

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DER BENZINKOPF. Stefan Pfeiffenberger in seinem Atelier (© Stefan Pfeiffenberger)

Die Initialzündung lieferte ein Schicksalsschlag, als Stefan Pfeiffenberger mit nur 44 Jahren einen Herzinfarkt erleiden musste. Vierzehn Jahre lang hatte er zuvor als White-Hat-Hacker das erfolgreiche, mehrfach ausgezeichnete Unternehmen ESCOP e.U. aufgebaut. Nun wollte er etwas Schönes auf dieser Welt generieren – und fing nach fast 20 Jahren an, sich wieder mit Fotografie zu beschäftigen. Den ersten Lockdown im Jahr 2020 nahm er dann als Zeichen, sich nun noch mehr seiner Leidenschaft zu widmen. Die Benzinkopf e.U. wurde gegründet.

Im Atelier.
Nachdem man sich in seinem 100 Quadratmeter großen Atelier im Wiener Neustädter Industriezentrum umgesehen hat, wird klar, dass hier die Kreativität herrscht. Bei einem Kaffee in der gemütlichen Lounge, umringt von seinen Kunstwerken, erzählt der Benzinkopf, wie alles begonnen hat. „Als Sportwagenbesitzer suchte ich vor einigen Jahren jemanden, der mir das Fahrzeug auf eine spezielle Art fotografiert. Kein Foto nach Art einer Verkaufsbroschüre, sondern ein Foto, welches den Charakter des Fahrzeuges unterstreicht und mich berührt, sollte es sein. Da ich aber keinen Fotografen fand, der meinen Ansprüchen gerecht wurde, begann ich mich selbst mit der Thematik Fotografie auseinanderzusetzen. Es gab also zwei Wege: Aufgrund meiner Photoshop-Kenntnisse konnte ich verschiedene Spezialeffekte, wie Feuer, Rauch und Licht mit einer Software leicht umsetzten, das für mich viel Interessantere aber war, die erwähnten Effekte beim Fotografieren umzusetzen. Ich entschied mich für den zweiten Weg.“

Die Strecke zum Erfolg.
Es war ein Weg mit vielen Fehlern, bis sich die Bilder seinem Qualitätsanspruch annäherten. „Nachdem ich einige dieser Bilder bei Wettbewerben einreichte und damit gute Rezessionen erhielt, wagte ich mich damit unter meinen Bekanntenkreis. Nun hatte ich nur mehr das Problem, dass jedweder Rahmen eher fad bei meinen Bildern wirkte. Beim Ansehen einer Dokumentation, fand ich dann MEIN Material: Epoxidharz. Jetzt war ich frei in der Gestaltung!“

 

Bild 2111_N_Benzinkopf_Porsche GT.jpg

(c) Stefan Pfeiffenberger

Bild 2111_N_Benzinkopf_KTM1290.jpg

KTM

(c) Stefan Pfeiffenberger

Bild 2111_N_Leben_Benzinkopf_Pors.jpg

Porsche

(c) Stefan Pfeiffenberger

Your Vehicles as Art.
Das Fahrzeug wird platziert und dann mit verschiedenen Belichtungen unter Einsatz von Feuer, Rauch und Licht fotografiert, am Rechner wird das Rohbild entwickelt und ausgearbeitet. Dann wird das Bild auf Leinwand, Spezialpapier oder Aluminiumplatten gedruckt. „Mit einer Wärmedämmplatte, Epoxidharz und den verschiedensten Farben gestalte ich den Hintergrund, dazu gehört natürlich, dass das Herstellerlogo vom Fahrzeug von mir selbst aus Epoxidharz gegossen wird und mit Palladium oder Blattgold überzogen wird. Nach ein bis vier Wochen wird dann das ausgedruckte Bild auf diesem Hintergrund befestigt. Bei einer Größe von 100 x 100 Zentimeter hat man dann ein wunderschönes, aussagekräftiges Werk. Das Schöne für mich ist, dass meine Bilder aufgrund der Bearbeitung dazu einladen, sie zu berühren. Und genau dies sollte man auch tun, wenn man einen Benzinkopf an seiner Wand hängen hat.“
Apropos hängen: Ein echter Benzinkopf kann eine maximale Größe in einem durchgehenden Druck von 5 Meter x 2,40 Meter haben. Somit lässt sich ein „Art of Vehicles“ in Originalgröße an die Wand hängen.

Shooting-Event.
Seit Kurzem haben die Fahrzeugbesitzer die Möglichkeit, beim Fotoshooting mitzuwirken, wie z.B. die Rauchbomben zu halten oder den Blitz zu platzieren. „Dazu können Sie Ihre Liebsten oder Freunde einladen, die wir an diesem Abend mit einem anspruchsvollen Catering verwöhnen. Danach setzen wir gemeinsam das Show-Fotoshooting um. Auf Wunsch gibt es auch eine Vernissage mit Benzinkopf-Bildern, ein Video von diesem Abend und ein Fotobuch. Nach etwa zwei bis vier Wochen ist das Endprodukt fertig.“ Warum Stefan Pfeiffenberger dennoch kein Fotograf ist? „Die Kamera ist nur eines meiner Werkzeuge. Die Zeit, die ich darauf aufwende, ist um einiges geringer, als der Zeitaufwand, um aus einem Foto ein Gesamtkunstwerk zu erschaffen.“

 

Benzinkopf e.U.

Ferdinand-Porsche-Ring 8
2700 Wiener Neustadt
Tel.: 0676/420 44 85
E-Mail: [email protected]
www.artofvehicles.com