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People | 29.04.2022

Wordrap Melanie Brunnthaler

Die Wölfinnen starteten mit einem siegreichen ersten Heimspiel in die Frühjahrssaison. Ein Blick hinter die Kulissen mit Stürmerin Melanie Brunnthaler.

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Ästhetik pur. Melanie Brunnthaler in Action. Mit derselben Leidenschaft appelliert die SKN St. Pölten-Stürmerin für mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung für den Frauenfußball. (© Tom Seiss/SKN St. Pölten Frauen)

Nach einem Intermezzo bei Landhaus spielt Stürmerin Melanie Brunnthaler seit 2019 wieder für den spusu SKN St. Pölten. Im Blitzinterview ist sie rasant wie auf dem Fußballfeld, bei einer Frage bittet sie um mehr Raum, die stellen wir gleich voran.

Spielen Frauen anders als Männer?
Natürlich. Nur werden hier Männer und Frauen viel direkter miteinander verglichen, als in anderen Sportarten. Dadurch, dass Männerfußball als „der Standard“ angesehen wird und seit vielen Jahren populär ist, ist es für den Frauenfußball nicht einfach, sich durchzusetzen. Qualität steigt auch mit der Popularität und den damit einhergehenden finanziellen Mitteln. An dieser wird für den Frauenfußball erst gearbeitet.

Und im Spiel selbst?
Es ist logisch, dass Männer aufgrund ihrer Anatomie dynamischer sind. Was Technik und vor allem Taktik angeht, gibt es kaum Unterschiede; nur ist das für das Publikum häufig nicht offensichtlich. Was man aber sehen kann, ist, dass Frauenfußball ehrlicher ist. Die Frauen spielen großteils aus Spaß und Leidenschaft und nicht weil sie Unsummen an Geld verdienen.

Wie kamst du zum Fußball?
Durch meine Familie, genauer gesagt durch meinen Cousin und meinen Bruder. Sie brauchten einen zusätzlichen Spielpartner zum Fußballspielen. Nun spiele ich, seitdem ich laufen kann.

Was liebst du daran?
Den Teamgeist. Dass ich beim Training Spaß mit Freunden habe und wir gemeinsam arbeiten, um erfolgreich zu sein.

Was magst du daran nicht?
Dass man oftmals wenig Zeit für andere Dinge hat.

Stichwort Frühjahrssaison. Was wünschst du dir?
Dass wir unsere Leistung bei jedem Spiel abrufen, damit wir Meister werden können – und dass es endlich wieder ein Cupfinale gibt und wir es bis dahin schaffen. Der ÖFB-Cup konnte zuletzt wegen der Pandemie nicht stattfinden.

Dein Bruder ist Fußballer, dein Papa spielte ebenfalls. Wer geht zu welchen Matches, wie wird bei euch analysiert?
Meine Family ist fast immer bei unseren Spielen vertreten. Wenn wir gleichzeitig spielen, wird fair aufgeteilt, damit jeder Unterstützung vom Spielfeldrand hat. Die Analysen fallen meist so aus, dass mein Papa mir Situationen nacherzählt, von denen ich gar nichts mehr weiß. Wenn es um Spiele von seinen Kindern geht, merkt er sich JEDES Detail.  Ich hole mir sehr gern sein Feedback ein.

Was tust du, wenn du nicht gerade Fußball spielst?
Studieren oder die Freizeit mit Familie, Freunden oder auch alleine genießen.

Was wünschst du dir für den Frauenfußball?
Dass die österreichische Liga mehr geschätzt und dadurch immer besser wird.

Welche Begegnung bleibt für dich unvergesslich?
Die Begegnung mit der Sängerin P!nk bei ihrem Konzert.

Angenommen, du hast ein großes Budget und viel Zeit: deine Traumreise?
Ich wüsste keinen Ort, den ich nicht gerne sehen würde. Ich würde von Zeit zu Zeit eine andere Reise planen, bis das Budget aus wäre.

Was würdest du ändern, wenn du unbegrenzte Macht hättest?
Schwierige Frage in Zeiten wie diesen. Meine Priorität wäre: kein Krieg. Klima und Umwelt. Gerechtigkeit.

Spiele und mehr: www.skn-frauen.at