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People | 11.05.2022

Kopfkino garantiert!

Von Himbeermacarons über leicht ergraute, verrückte Hühner bis zur Blumenelfe – Barbara Bilgoni, die Autorin mit einem Augenzwinkern, erfreut Groß und Klein mit ihren humorvollen Geschichten.

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WARMHERZIG. Autorin Barbara Bilgoni (© Barbara Bilgoni)

Das Berufsleben der Niederösterreicherin war als Bankfachfrau von nüchternen Zahlen geprägt und ließ der Fantasie nicht viel Raum. Jetzt, im Ruhestand, weckte sie den in ihr schlummernden Humor zum Leben – und nutzt jede freie Minute zum Schreiben ...

NIEDERÖSTERREICHERIN: Frau Bilgoni, was war der Auslöser, dass Sie in so kurzer Zeit so viele Bücher schrieben?
Barbara Bilgoni: 2020 brach corona­bedingt der erste Lockdown über uns herein. Familientreffen waren nicht möglich. Ich begann also, für meine Enkelkinder Märchen zu schreiben und sie ihnen am Telefon vorzulesen. Die Idee, Kurzgeschichten zu schreiben, war geboren. Sie sprudelten nur so aus mir heraus. Und bald war das erste Buch „Zitronenbaiser“ fertiggestellt.

Ihre Titel „Zitronenbaiser“, „Weichseleclair & Sanddornstreusel“,  „Ribiselmadeleines“ und „Himbeermacarons“ lesen sich eher wie Kochbücher. Was verbirgt sich hinter den süßen Covers?
Da muss ich Ihnen zustimmen. Es handelt sich jedoch bei der Ostsee-Reihe um einen witzigen Roman über zwei junge Wienerinnen, die auf Usedom für die staunende Bevölkerung herrliche österreichische Mehlspeisen backen, die rasend Absatz finden. Aus dem ersten Buch wurde dann eine Trilogie. Die einzelnen Bände können auch unabhängig voneinander gelesen werden.

Mit Ihrer realitätsnahen Sprache stehen Sie ganz in der Tradition von Christine Nöstlinger. Warum sind Ihnen oftmals längst vergessene, alte Begriffe so wichtig?  
Ich finde es schlimm, dass durch die Synchronisation sämtlicher Filme in Deutschland unsere Sprache immer mehr zum norddeutschen Einheitsbrei mutiert. Ich verwende daher manchmal alte österreichische Begriffe und erkläre sie. Vielleicht kann so der Unterschied „Österreichisch“ – „Deutsch“ etwas herausgearbeitet werden. Wir sollten unsere Sprache nicht verleugnen!

Als Jahrgang 1955 wurde Ihre Jugend von Popmusik und dem berühmten „Summer of Love“ geprägt. Inwiefern lassen Sie dieses Hippie-Feeling neu aufflammen?
Dies lebt in „Nice Girls – verrückte Hühner, leicht ergraut“ auf. Ein Buch für alle, die diese Zeit noch kannten oder mehr darüber wissen wollen. Die Fortsetzung „Nice Girls reloaded“ gibt es auch schon. Der dritte Band „Ingas Reise“ ist derzeit in Arbeit.

Welchen Wunsch haben Sie mit Ihren entzückend illustrierten Märchenbüchern für die Kinder?
Meine Kinderbücher sind so gestaltet, dass sich links der Text befindet und das Kind, das neben den Eltern oder Großeltern sitzt, rechts ein wunderschönes, liebevoll gestaltetes Bild zum Betrachten hat. Die Kinder erleben Freundschaft, Natur, Abenteuer und lernen auch etwas dabei.

Warum schreiben Sie unter einem Pseudonym?
Ich habe mir auch hier Gedanken gemacht. Viele berühmte Menschen haben einen Künstlernamen verwendet, einfach des Klanges wegen. Meiner passte damals genau zum mediterranen Flair meines ersten Buches.

 

Bilgoni-Bücher
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