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People | 13.01.2023

Autor:innentalk

Mit ihren Waldviertel-Krimis landet Maria Publig regelmäßig in den Bestsellerlisten – nicht nur in Niederösterreich, sondern über Österreichs Grenzen hinaus in Deutschland und in der Schweiz. Als Journalistin arbeitete sie für Tages- und Wochenzeitungen, wechselte dann für 15 Jahre als Moderatorin und Redakteurin in den ORF und schrieb Kultursachbücher, die international ausgezeichnet wurden. „Stille Nacht, keiner wacht“ ist mittlerweile der sechste Band der erfolgreichen Reihe.

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(© Interfoto)

Es sind die Kriminalfälle um die taffe Wiener PR-Lady Walli Winzer, die kurz vor einem Burnout eine alte Schule sowie einen Reitstall im Waldviertel kauft, um dort Erholung und Ruhe zu finden. Doch: weit gefehlt! Wo Walli auftaucht, lässt ein Mord nicht lange auf sich warten – und schon ist die begeisterte Leserschaft mitten drinnen in einem neuen Fall voll von sympathischem Lokalkolorit und nicht weniger Spannung ...

Wie würden Sie die Figur der Walli Winzer beschreiben?
Sie setzt sich über gesellschaftliche Normen hinweg, hat ein großes Herz und lebt ihren Sinn für Gerechtigkeit sowie Zivilcourage.

In Ihren Krimis sind auf sehr charmante Weise auch immer aktuelle, gesellschaftskritische Themen verpackt ...
Ich verknüpfe sozial spröde Themen mit geeigneten Handlungen, die Situationen leichter nachvollziehbar machen. Oft fehlt nur ein kleines Puzzleteilchen, um einen anderen Blickwinkel einzunehmen und dabei sogar einen spannenden Fall zu lösen. Bei meiner Krimireihe dürfen Humor und Augenzwinkern nicht zu kurz kommen.

Den Journalisten Harry Kain hat es auf der Suche nach Entschleunigung ebenso ins Waldviertel verschlagen. Was kann dieses Waldviertel?
Obwohl von Städten wie Wien oder St. Pölten nicht so weit entfernt, ist es eine ganz andere Welt. Die vielen Wälder teilen die Region in kleinere Abschnitte. Es wird leiser und überschaubarer für Menschen. Es gibt aber auch mehr soziale Kontrolle. Das ist neu für Städter und sorgt mitunter für skurrile Situationen auf beiden Seiten.

Im aktuellen Weihnachtskrimi verquicken Sie den Diebstahl des aus Hallein stammenden „Stille Nacht“-Faksimiles für eine globale Friedensausstellung  auch mit historischen Tatsachen.
Mir ist es wichtig, Realität teilweise mit Fiktion zu mischen. Grenzen beginnen sich aufzulösen. Handlungen werden somit besser verständlich.

Eine wichtige Figur Ihrer Geschichten ist der ebenfalls überaus selbstbewusste Kater Filou. Gibt es für ihn eine Vorlage?
Filou ist so ein Strolch und damit beispiellos. Sogar Walli verschlägt es oft die Sprache. Die Krimireihe und das Waldviertel ohne ihn? Unvorstellbar.


„Stille Nacht, keiner wacht“ ist im Gmeiner Verlag erschienen. Alle Termine zu Lesungen der Autorin finden Sie auf www.maria-publig.at.