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People | 28.09.2015

Friedensbild des Jahres 2015

Visionen von einem besseren Afrika: Patricia Willocq gewinnt den Alfred Fried Photography Award 2015

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Patricia Willocq: "Look at me, I am beautiful" (© Patricia Willocq)

Ein Bild voll leuchtender Farben, ein Bild, das von Liebe, Kraft und Schönheit erzählt und bei dem dennoch das Lächeln im Hals stecken bleibt: „Look at me, I am beautiful“ – unter diesem Titel erarbeitete die belgische Fotografin Patricia Willocq eine packende Fotosequenz, die die Gewalt gegen afrikanische Frauen thematisiert. In Österreich wurde sie nun für das „Friedensbild des Jahres 2015“ ausgezeichnet. Mit ihren Visionen von einem besseren Afrika gewinnt sie den „Alfred Fried Photography Award 2015“. Für die Festrede war eigens der Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi aus New Delhi angereist.

Der „Alfred Fried Photography Award“ war heuer zum dritten Mal ausgeschrieben. Als Ideengeber und Hauptorganisator fungiert Verleger Lois Lammerhuber aus Baden; gegründet wurde der Wettbewerb von der Edition Lammerhuber sowie der Österreichischen Photographischen Gesellschaft. Um den Preis bewarben sich heuer Fotografen aus 121 Ländern mit mehr als 14.000 Bildern.

Die Siegerbilder 2015
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Carla Kogelman, Niederlande: "Ich bin Waldviertel" (© Carla Kogelman)
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Dmitrij Leltschuk, Deutschland: "Downshifting in Belarus" (© Dmitrij Leltschuk)
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Arthur van Beveren, Niederlande: "Regelbau" (© Arthur van Beveren)
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David Martín Huamaní Bedoya, Peru: "Tururo Roots" (© David Martín Huamaní Bedoya)
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Patricia Willocq, Belgien: "Look at me, I am beautiful" (© Patricia Willocq)

Die Siegerin Patricia Willocq, 34, lebt in Brüssel; ihre Bildreihe entstand in Afrika. In ihrer Fotogeschichte thematisiert sie sowohl die strukturelle Gewalt, also die Benachteiligung von Mädchen und Frauen, als auch die manifeste Gewalt, die sich in Zwangsehen und Vergewaltigungen äußert. Dabei gelingt ihr Verblüffendes: Sie verpackt die dramatische Situation in fiktive Märchengeschichten, denen gar eine subtile Komik innewohnt. So mutieren die Täter zu Beschützern, die Opfer avancieren zu glücklichen, selbstbewussten Frauen.

http://edition.lammerhuber.at