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People | 30.03.2015

Da Woidviertler

Ein Akkordeon, ein authentisches Mundwerk und viel echtes Gefühl – das sind die Zutaten, die den Liedermacher Günther Novak auf die Erfolgsschiene brachten. Nun geht sein Waldviertler Liedgut hinaus in die weite Welt.

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Erfolgreich. Die neue Sonderedition ist gemeinsam mit dem Berliner Starproduzenten Oliver Pinelli entstanden (© Andraj Sonnenkalb)

„Wenn der Novak spielt, dann kommen die Leute mittlerweile in Scharen“, schreiben die Kulturjournalisten vom Waldviertel bis nach Wien. Wie hat es begonnen?

Begonnen hat es vor ungefähr sieben Jahren – mit einem Kinderakkordeon (lacht). Anfangs hatte ich kleinere Auftritte in der Region. Meine wahren Geschichten über die einfachen Dinge des Lebens haben aber meine Zuhörer berührt, sodass die Nachfrage nach meinen Liedern und meiner Musik immer größer wurde.

Ihre Lieder werden als „ehrlich, manchmal ein bisserl rotzig frech, witzig und schräg und immer sehr authentisch“ beschrieben. Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Kompositionen?

Rein aus Beobachtungen und aus Selbsterfahrung. Ich schreibe zu Themen, die jeden von uns begleiten. Mit meinen Texten möchte ich die Zuhörer anregen, über sich selber oder die betreffenden Themen nachzudenken. Und natürlich bringe ich sie zum Lachen, denn Lachen über sich selbst kann zu Wohlbefinden führen! Natürlich bin ich dabei auch provokant und humoristisch, über allem aber steht viel Gefühl und meine Verbundenheit mit dem Publikum! Der direkte Kontakt zu den Zuhörern ist mir sehr wichtig!

Was bedeutet Ihnen Ihre Heimat, das Waldviertel?

Das Waldviertel bedeutet für mich Kindheit, Geschichte, Gefühle, Gerüche,  Wär­me, Geborgenheit, aber auch die Sehnsucht nach anderen Kulturen! Ich will damit sagen, dass meine Heimat nicht nur ein Stück Erde für mich ist!

Heimat bedeutet für mich auch Liebe, Freude und Leid mit anderen Menschen zu teilen, einfach füreinander da zu sein. Das Waldviertel ist dabei der Teil meiner Heimat, wo ich lebe und aufgewachsen bin, wo meine Wurzeln sind. Aber mittlerweile reichen meine Wurzeln schon sehr weit!

Nun produzieren Sie gemeinsam mit dem Berliner Star-Produzenten, Songwriter und Komponisten Oliver Pinelli, der seit Jahren erfolgreich mit Künstlern wie Unheilig, In Extremo, Christl Stürmer oder Yvonne Catterfeld zusammenarbeitet, eine CD. Wie ist es dazu gekommen?

Mit Oliver Pinelli hat mich meine Frau Johanna in Verbindung gebracht. Johanna hat Oliver einfach angeschrieben.
Ich hätte nie erwartet, dass überhaupt etwas zurückkommt. Aber er hat geantwortet, und wir standen ein halbes Jahr gemeinsam im Tonstudio. Es war eine tolle Zeit. Diese Energie spiegelt sich in diesem außergewöhnlichen Album wider. Ich bin überzeugt, dass es zur Zeit kein vergleichbares in dieser Form gibt. Österreichisch, eigenständig, bunt, waldviertlerisch!

 

Bild Guenther_Novak_Promo2015-Nr_7883_credit_Andraj_Sonnenkalb.jpg
(© Andraj Sonnenkalb)

Für dieses Album haben Sie sogar eine ganz besondere Edition gebastelt. Welche Botschaft wollen Sie damit aussenden?

Ich will mit dieser Sonderedition aus Nussholz mit Rindsledereinlage das Gefühl „Walviertel zum Angreifen“ vermitteln. Die CD-Hüllen werden von einer Tischlerei maßgefertigt, lediglich die Schrauben dafür mussten wir aus England importieren – das bleibt aber auch das Einzige, was nicht aus dem Waldviertel stammt. Diese Edition soll meinen Bezug zur Natur, die alles in sich trägt, spiegeln, und ich hoffe, dieses ehrliche Lebensgefühl auch über meine Lieder transportieren zu können.

In Waidhofen/Thaya haben Sie ein grandios erfolgreiches Benefizkonzert zugunsten des Hospizvereins gegeben. Kann Musik trösten?

Für mich hat die Musik die Kraft zu „lösen“. Bei meinen Konzerten erlebe ich immer wieder, wie Menschen lachen, weinen, nachdenken. Ich möchte Menschen dazu bewegen, Erlebnisse und Ereignisse aus einer anderen Sicht zu sehen. Ich fühle mich dabei auch als Sprachrohr für jene Menschen, die sich nicht trauen oder nicht die Möglichkeit haben, ihre Gefühle oder Meinungen auszudrücken.

Wem ist das Lied „Mein Engel“ gewidmet?

„Mein Engel“ ist mein allererster Text, den ich geschrieben habe! Ich habe ihn per SMS verschickt – für den liebsten Menschen in meinem Leben! Meine Frau.

Wie geht‘s weiter?

Das Album ist fertig aufgenommen und wartet auf die Pressung. Die Fotos fürs Cover vom Fotografen und Grafiker Andraj Sonnenkalb, einem ganz besonderen Künstler, sind in Arbeit. Zurzeit arbeiten wir an einem Musikfilm zum Lied „Lebma jetzt Lebma heit“ – und weitere werden folgen. Ich hoffe, dass spätestens im August alles zur großen Präsentation im deutschsprachigen Raum fertig ist! Ich freue mich schon darauf und wünsche mir, dass m

 


Infos über den Liedermacher, Hörproben und Konzerttermine: www.guenthernovak.com