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People | 18.06.2018

Daddy Cool

Andreas Seidl, 46, moderiert seit 2005 „Café Puls“, was dem leidenschaftlichen Vater sehr viel Zeit mit seinen Kindern – Maxim, 7, und Levi, 6 – ermöglicht.

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Happy. Sina Schmid, 32, und Andreas Seidl, 46, mit ihren zwei Kindern Levi und Maxim im Garten ihres Hauses. © Ludwig Schedl

Er war ja sofort von ihr begeistert, als sie 2008 zu ihm als Studiogast in die Sendung kam. Nur für Sina Schmid – damals 22 - dauerte es etwas länger, bis der Funke übersprang. Aber Andreas Seidl ließ nicht locker und der Zufall wollte es, dass der gebürtige Kärntner die gebürtige Oberösterreicherin in der Türkei im Rahmen einer Maturareise – er, der ehemalige Animationsprofi, war Progammchef vor Ort, sie begleitete als Vertreterin von Summer Splash eine Maturaklasse – wiedertraf. Und den Kontakt vertiefen konnte. In ruhiger Atmosphäre bei ­einem Strandspaziergang. Und wie war ihre Reaktion? „Nicht sehr aufbauend“, erinnert sich Seidl lachend, denn sie meinte trocken: ,Ich sag’s dir gleich, ich bin nicht romantisch‘.“ Doch so schnell warf er die Flinte nicht ins Korn.

Familiensinn. Es brauchte dann noch ein halbes Jahr, bis sie sich entschied, zu ihm in sein Haus nach Niederösterreich (in der Nähe von Tulln) zu ziehen. Denn er wollte Nägel mit Köpfen machen und zwar mit Sina, so der TV-Feschak strahlend. Dann ging’s aber recht schnell, denn beide sind Familienmenschen und wollten Kinder.

 

look: Sie waren sich gleich über Kinder einig?

Andreas Seidl: Ja, ich war Mitte 30 und wollte mit Sina eine Familie gründen, daher hab ich zu ihr – sie lebte und arbeitete damals ja noch in Linz – gesagt: „Entweder du kommst zu mir oder wir lassen es.“ Und sie ist glücklicherweise gekommen.

 

Sie moderieren seit 13 Jahren auf PULS 4 das Frühstücksfernsehen von 5.30 bis 9 Uhr. Ist das nicht auf Dauer sehr anstrengend?

Nein, es ist das Beste, das mir passieren konnte, denn ich habe ab dem frühen Nachmittag Zeit für meine Kinder und die nutze ich auch mit ihnen. Es gibt kaum einen Job, der einem das ermöglicht. Und das ist mir extrem wichtig. Ich habe sie gewickelt, war beim ersten Zahn dabei, bei ihren ersten Schritten und unter­nehme mit ihnen sehr viel. Wenn ich keine Sendung habe, bringen wir ­unsere Kids auch gemeinsam in die Schule bzw. in den Kindergarten nach Purkersdorf, wo wir ein Büro haben.

 

Wer ist strenger in puncto Erziehung?

Sina ist konsequenter, ich neige dazu, etwas lockerer zu sein. Aber grundsätzlich haben wir die gleichen Vorstellungen, wie wir unsere Kinder ­erziehen möchten.

 

 

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Wow. Während der Live-Übertragung der royalen Hochzeit machte Seidl seiner Sina einen Heiratsantrag. © Moni Fellner

Und zwar wie?

Dass sie ordentlich bzw. anständig sind, „bitte“ bzw. „danke“ sagen und  dass sie ehrlich sind. Wir haben eine Abmachung: Wer die Wahrheit sagt, kriegt keinen Schimpfer. Egal, was sie angestellt haben, sie können uns alles erzählen, wir finden eine Lösung, aber sie dürfen uns nicht anlügen.

 

Wie schafft man es, Kinder von TV, Computern, Handy und Tablet fernzuhalten?

Indem wir ständig etwas machen. Wir gehen – und das immer zu viert – mit unseren zwei Hunden Cookie und Toffee spazieren, spielen Tennis oder planen einen Ausflug: Levi lernt gerade Radfahren. Also fährt er mit Sina, während ich und Maxim mit Inlineskatern unterwegs sind, aber alle zusammen. Oder wir springen am späten Nachmittag in den Jacuzzi. Diese gemeinsame Zeit und das gemeinsame Unternehmen sind auch den Kindern sehr wichtig.

 

Sie haben auch eine gemeinsame ­Firma!?

Sina macht mein Management, wir produzieren aber ebenso Imagefilme und im Herbst organisieren wir u. a. ein großes 20-jähriges Jubiläumsfest für ­einen Kunden. Wir sind quasi rund um die Uhr zusammen und ergänzen uns perfekt. Sie verwaltet auch die Finanzen, ich besitze nicht einmal eine Bankomatkarte. Ohne Sina wäre ich pleite (lacht).

 

Streiten Sie nie?

Oh, doch. Wir sind nicht dauernd ­einer Meinung und dann fliegen schon mal ein wenig die Fetzen. Das gehört ab und zu auch dazu. (Beide lachen.)

 

Wie werden Sie den Vatertag verbringen?
Da wir während der Woche so gut wie keine Zeit zum gemeinsamen Frühstück haben, genießen wir es an den Wochenenden umso mehr, ausgiebig zu brunchen. Außerdem schläft Levi gern lange. Und danach steht bestimmt ein Familienausflug auf dem Programm: wie etwa Bootfahren in Tulln oder paddeln. Irgendetwas fällt uns bestimmt ein. Hauptsache gemeinsam erleben.

TEXT: Andrea Buday