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People | 05.11.2019

Eine Frau sieht GRÜN

Kathrin Glock lebt und denkt nachhaltig, ist aktive Tier- und Umweltschützerin und verstärkt den Weltkonzern Glock mit innovativen Strategien als souveräne Business-Frau.

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Business-Lady. Kathrin Glock ist seit 2012 im Aufsichtsrat der Glock GmbH sowie in sechs Glock-Gesellschaften Geschäftsführerin. Bei Glock Ökoenergie ist sie Vorsitzende des CSR-Beirates. © Andreas Tischler

Gaston Glock entwickelte nicht nur die erfolgreichste Pistole der Welt, sondern ist mit der Glock Ökoenergie auch Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien. Seine Ehefrau Kathrin Glock, u. a. Vorsitzende des CSR-Beirates und damit verantwortlich für die Nachhaltigkeit des Unternehmens, erzählt im Interview, wa­rum Glock „grün“ in die Zukunft geht.

 

look: Frau Glock, Sie sind seit sieben Jahren im Glock-Aufsichtsrat und aktiv für das Unternehmen tätig. Wie sieht die Erfolgsbilanz des Unternehmens aus? Und wie Ihre persönliche Erfolgsbilanz?

Kathrin Glock: Das Unternehmen Glock ist in Österreich seit vielen Jahren ein sicherer und beständiger Arbeitgeber und steht seit seiner Gründung durch Gaston Glock seit nunmehr fast 40 Jahren für Innovation und Effizienz. Glock ist Weltmarkt- und Technologieführer und zudem die meistverwendete Behördenpistole. In den Werken in Deutsch-Wagram und Ferlach sind rund 1.200 Menschen beschäftigt. Seit dem Beginn meiner Aufsichtsratstätigkeit im Jahr 2012 wurden deutlich Marktanteile und viele neue Kunden gewonnen. Qualität und Innovation aus dem Hause Glock sind kontinuierlich weltweit gefragt. Es erfüllt mich mit großem Stolz, Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein.

Welche Aufgaben nehmen Sie im Glock-Konzern noch wahr?

Neben meiner Aufsichtsratstätigkeit für die Glock GmbH bin ich in sechs Glock-Gesellschaften Geschäftsführerin, Vorstandsmitglied der IGG Privatstiftung sowie Stifterin der Gas­ton und Kathrin Glock Privatstiftung. Zusätzlich bin ich neben meiner Aufgabe als Vorsitzende des CSR-Beirates in der Glock Ökoenergie auch noch im medizinischen Beirat der Glock Health, Science and Research GmbH tätig.

Das Unternehmen Glock ist weltweit bekannt für das Kerngeschäft der Produktion von Waffen. Noch nicht so bekannt ist, dass Glock auch längst Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien ist. Was war ausschlaggebend dafür?

Der aktuell thematisierte Klima­notstand war meinem Mann schon lange bewusst. So begann er bereits vor Jahren, ein Holzgas-Blockheizkraftwerk zu entwickeln. Sein Ziel war es, dem Markt ein Produkt zur Verfügung zu stellen, das Abstand von fossilen Energieträgern nimmt und auf biogene und nahezu schadstofffreie Art und Weise Wärme und Strom produziert und so nachhaltig den Umweltschutz fördert. Durch jahrelange Forschung und Entwicklung in der Glock Ökoenergie ist es gelungen, den Prozess der Holzvergasung zu revolutionieren und in dieser Zeit viele technische Herausforderungen durch Innovationen zu lösen. Die Glock Blockheizkraftwerke sind bereits erfolgreich im Einsatz. Kurz gesagt, ab diesem Zeitpunkt stand fest: Glock goes green.

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Erfolgreich. Kathrin Glock im Interview mit look!-Herausgeberin Uschi Pöttler-Fellner. © Andreas Tischler

Und wie darf man sich den inno­vativen Geschäftszweig der Glock Ökoenergie vorstellen?

Die Glock Ökoenergie GmbH selbst steht für Innovation, Umweltbewusstsein und Verantwortung. Gerade in Zeiten der Klimakrise ist die wirtschaftliche Dimension im Energiesektor ein zentraler Dreh- und Angelpunkt, denn durch effiziente, kostensparende und umweltfreundliche Innovationen leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen.

Was genau sind Ihre Aufgaben bei der Glock Ökoenergie?

Ich bin Vorsitzende des CSR-Beirates. Dieser hat Richtlinienkompetenz gegenüber der Geschäftsführung und die Aufgabe, die Handlungen der Geschäftsführung im Hinblick auf die Wahrnehmung der Themen von sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit zu überwachen und zu beraten. Der CSR-Beirat ist natürlich auch in die besonders zukunftsweisenden Themen der Unternehmensentwicklung und von R & D involviert.

Die Glock Health, Science und Research GmbH ist in der medizinischen Forschung tätig. Was passiert dort ­genau? Was ist dort Ihre Aufgabe?

Das Unternehmen befasst sich mit medizinischer Forschung auf Basis der Grundsubstanz Zeolith. Es handelt sich hier um ein reines Naturprodukt. Wir stellen mit einem weltweit einzigartigen, äußerst aufwendigen und patentierten Aufbereitungsverfahren den reinsten natürlichen Zeolith her, der am Markt erhältlich ist. Wir arbeiten mit anerkannten Wissenschaftlern und Universitäten zusammen, wie etwa der Medizinischen Universität Wien. Dazu haben wir gemeinsam
mit der Universität Wien auch die Gaston-H.-Glock-Laboratorien für ­exploratorische Arzneimittelforschung gegründet. Ich selbst bin im medizinischen Beirat der Glock Health, Science & Research GmbH tätig.

Sie sind bekannt dafür, auch persönlich nachhaltig zu leben. Was sind Ihre Ansätze in Bezug auf den Klimaschutz?

Meine persönlichen Ansätze sind klar definiert. Zusammengefasst ein kleiner Auszug: Ich lebe vegan, ich kaufe daher zum Beispiel auch kein Leder mehr. Weiters vermeide ich so gut wie möglich Plastikmüll und verwende deswegen Trinkflaschen aus Glas, die ich zu Hause mit Wasser befülle. Und um der Fauna und Flora in unserem Garten nicht zu schaden, verwenden wir selbstverständlich ­keine Pestizide. Das Leben und Überleben der Bienen ist mir auch ein besonders wichtiges persönliches Anliegen. Dafür habe ich privat Bienenstöcke erworben, die von einem Imker gehegt und gepflegt werden, um damit einen Beitrag zur Arterhaltung der Bienen zu leisten. Denn schon Albert Einstein sagte, wenn Bienen von der Erde verschwinden, dann hätte der Mensch nur noch vier Jahre zu ­leben. Ich denke, so kann jeder seinen individuellen Weg finden, einen Beitrag zum Schutz unserer Natur und Umwelt zu leisten. Die Menschen müssen nur endlich aktiv damit ­beginnen!

 

„Ich lebe vegan, ich kaufe daher auch kein Leder mehr. Und ich vermeide Plastikmüll.“ – Kathrin Glock

 

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Gaston Glock entwickelte die erfolgreichste Pistole der Welt und ist heute auch der Mastermind hinter der Glock Ökoenergie.

Fit für die Zukunft

Das Modell eines Blockheizkraftwerks, das im Original ca. 5 m lang, 2 m breit und 3 m hoch ist. Strom und Wärme können damit u. a. für Gewerbe­betriebe, für Hotelbetriebe, aber auch für ganze Gemeinden gewonnen werden.